Viareggio: Aperol an der Riviera

Viareggio: Aperol an der Riviera

Viareggio = Toskana + Meer = perfekte Kombi!

Ein nicht ganz typischer Toskana Reisebericht, denn normalerweise denkt man dabei an die hügeligen Weingegenden um Montalcino und Montepulciano. Nachdem wir eine Woche mit Freunden in der typischen Toskana verbrachten, haben wir beschlossen noch ein paar Tage am Meer in Viareggio dran zu hängen. Da wir in der Hauptsaison unterwegs waren, taten wir gut daran schon von zu Hause aus eine Unterkunft zu reservieren.

Ich war ganz wild darauf mal Airbnb auszuprobieren und glücklicherweise haben wir dort unsere wunderschöne Unterkunft bei Giovanna in Viareggio gefunden.

Viareggio: ein mondänes Seebad in der Toskana

Die Stadt Viareggio hat einiges zu bieten und ist nicht zu vergleichen mit den Badeorten an der oberen Adria. Als eines der ältesten Seebäder (seit dem 19. Jahrhundert) nimmt man hier etwas mondäner in einem der nicht ganz billigen Beach Clubs in seinem Liegestuhl platz. Die Gäste, hauptsächlich Italiener und Franzosen, waren auffällig gerne in weiss gekleidet und ich muss sagen dieser Beach-Chic im Marinelook war nicht so ganz unser Ding.

Den Komfort eines Swimmingpools am Strand inkl. Restaurant kann man dort sehr wohl genießen – aber HALLO! Wir sind am Meer, da brauch ich nicht wirklich einen Pool. So dachte ich, als wir uns für einen der günstigeren Clubs entschieden haben. Der erste Badespass hat mir die Laune verdorben, denn ich habe selten dreckigeres Wasser als hier in Viareggio gesehen. So macht Baden keinen Spaß.

Aperol Sprizz Point: Tolle LIVE Musik!

Abends gibt es in Viareggio viel zu sehen. Der Hafen bietet Fischliebhabern, wie mir, wahre Freude. Ob nun im Ristorante oder direkt vom Stand (wie unsere Bosna Standln) – man bekommt überall fangfrische Köstlichkeiten. Unser absolutes Highlight war jedoch der Aperol Sprizz Point, direkt auf der Flaniermeile. Stolze 6 EUR für ein Glas wirklich köstlichen Aperol Sprizz haben wir hingelegt, und dort unsere Tage gemütlich ausklingen lassen. Bei jeden Tag wechselnder Live-Musik wurde man hier bestens unterhalten.

Schneeweisser Sandstrand in Vada: der Schein trügt!

Nachdem das Baden in Viareggio für uns eher ein Reinfall war, machten wir uns auf die Suche nach Alternativen. Dabei fanden wir im Reiseführer einen „Insider Tipp„: Der Badeort Vada ca. 80 km südlich von Viareggio lockte uns mit seinem schneeweissen Sandstrand. Die lange Fahrt nahmen wir in Kauf, um mehr von der Gegend zu sehen. Wir kamen vorbei an Pisa und Livorno, bis wir schließlich den schmucken Toskana Badeort Vada, der hinter einem großen Pinienwald versteckt war, gefunden haben.

Wir hatten dort einen echt schönen Badetag, der uns für die Misere in Viareggio entschädigt hat. Dennoch interessierte es mich warum hier in Vada Italien, ein einziger Strand so blütenweiss sein kann, wenn doch die anderen Strände viel dünkler sind.

Warum ist der Strand bei Vada weiß, so ganz untypisch für Italien und die Toskana?

Zu Hause habe ich etwas im Web recherchiert und herausgefunden, dass eine Sodafabrik im Hinterland von Vada für dieses „Naturschauspiel“ verantwortlich ist. Die Sodafabrik von Vada pumpt seit über 20 Jahren ihre Abwässer hier ins Meer, dabei sind auch Rückstände von Quecksilber enthalten. Das Baden an diesem Strand ist mit diesem Wissen absolut NICHT ZU EMPFEHLEN. Denn die Belastung mit Quecksilber am Strand von Vada lässt das karibische Badevergnügen doch etwas abschwächen.

Quecksilberbelastung
Quecksilberbelastung durch Sodafabrik im Hinterland

Hier gibt’s mehr Infos zum Karibikstrand „Vada“

Nach 4 Nächten in Viareggio ging es wieder zurück nach Österreich. Diesmal über den Brenner. Die Fahrt vorbei am Gardasee durch Südtirol ist ein wahrer Augenschmaus und wieder geben wir uns das Versprechen, doch mal ein paar Tage an den Gardasee zu fahren.

Kennst du die italienische Riviera?

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