Cividale del Friuli

Cividale del Friuli stillt die Italien-Sehnsucht

Immer wieder packt mich die Sehnsucht nach Italien. Ein paar Tage reichen da meistens schon aus. Ein kleiner Wochenendabstecher nach Cividale del Friuli ist genau richtig. Mittlerweile hab ich den Trip schon einige Male wiederholt. Ich kann dir das unbedingt empfehlen. Die meisten fahren nämlich an den vielen schönen Orten in Friaul vorbei, auf ihrer Reise ans Meer.

Mittelalterstadt mit Italo-Charme

Spaziergang durch Cividale del Friuli

Einkaufen in Cividale

Die mittelalterliche Stadt in der Nähe von Udine erwartet dich mit vielen bunten Häusern und kleinen Gassen. Darin findest du viele versteckte Bars und tolle Geschäfte. So ein Kurztrip nach Italien ist doch perfekt, um die eigene Speisekammer wieder mit allerlei italienischen Leckereien zu füllen.

Einkaufen in Cividale

Die Teufelsbrücke „Ponte del Diavolo“

Sie ist das Wahrzeichen der Stadt, die Ponte del Diavolo. Trutzig verbindet sie die Stadtteile über den Fluss Natisone miteinander. Der Name der Brücke rührt von einem alten Volksglauben her. Darin wird der Bau der Brücke vom Teufel unterstützt, der als Gegenleistung die erste Seele, die die Brücke überqueren sollte, für sich beanspruchte. Die Einwohner von Cividale waren aber schlau, und schickten je nach Legende einen Hund bzw. eine Katze über die Teufelsbrücke hinüber. Teufel hin oder her, die Ponte del Diavolo ist ein fantastisches Bauwerk, auf der du einen atemberaubenden Blick über die beiden Teile von Cividale genießen kannst.

Cividale del Friuli

Blick von der Teufelsbrücke in Cividale

Piazza Paolo Diacone in Cividale

Auf dem Hauptplatz von Cividale befindet sich das Caffé Longobardo, eine Institution, und ein Ort an dem immer was los ist. Lass dich hier nieder, und beobachte das Treiben in der Stadt. Rund um den Platz befinden sich viele nette Shops. Heute befinden sich auf dem Piazza Paolo Diacone viele kunstvolle Skulpturen von Alessandro Romano. Darunter auch Medusa mit dem Schlangenhaar. Die Figuren wurden im Juni 2021 aufgestellt und sind noch bis 05.09.2021 zu bewundern.

Skulpturen von Alessandro Romano - Medusa

Domkirche Santa Maria Assuta

Bei deinem Spaziergang durch die Stadt kommst du unweigerlich am Dom von Cividale vor. Die Domkirche Santa Maria Assuta aus dem 14. Jahrhundert befindet sich im Anschluss an den Piazza del Duomo. Ein großes Gotteshaus mit „viel Luft“ – ich mag Kirchen, die eine gewisse Weite und Höhe besitzen, und die einem nicht voll Sakralkunst „erschlagen“.

Samstag ist Markttag in Cividale del Friuli

Bei der Anreise am Samstag wird man am Ortseingang vom Wochenmarkt (Samstag von 08.00 – 13.00) empfangen. Dort gibt es Gemüse, Obst, Fleisch und findet neben sämtlichen Dingen des täglichen Gebrauchs auch viel Ramsch. Das ist einfach toll zum Stöbern.

Flohmarkt in Cividale

Am letzten Sonntag jeden Monats findet in Cividale ein riesengroßer Flohmarkt statt. Bei Antiquitätenhändler und zahlreiche kleineren Verkaufsständen aus dem In- und angrenzenden Ausland findet man hier allerlei Schätze. Der Flohmarkt ist wirklich einen Ausflug wert, weil er sich über die ganze Altstadt erstreckt, und man so auch in die kleinsten Gassen von Cividale findet.

Hotels in Cividale

Meine persönliche Hotel-Empfehlung für Cividale del Friuli ist das „Al Monastero„. Neben den Gästezimmern führt die charmante Gastgeberin Christina ein hervorragendes Restaurant, das immer sehr gut besucht ist. Zum Frühstück wurden wir kurzerhand ins nahegelegene Cafe Longobardo geschickt. Dort konnten wir bestellen, auf was wir Lust hatten. Cappuccino, Tramezzini & Cornetti – so beginnt ein perfekter Urlaubstag.

Weitere schöne Hotels sind das Hotel Locando Al Pomo d’Oro* und das Hotel Roma*.

Caffé Longobardo in Cividale

Ausflug nach Aquileia und Grado

Wir haben meistens zwei Nächte in Cividale verbracht. Wenn man die Gegend ein wenig erkundigen möchte eignet sich dafür ein Ausflug ins Umland. Zum Beispiel nach Aquileia oder Grado. In der Destillerie in Aquileia gibt es den bekannten Grappa Gran Riserva la Centenara 10 anni. Ein milder Grappa, der auch mir schmeckt. Aquileia selbst ist eine sehr beschauliche ruhige Stadt, wo man römische Ruinen besuchen kann. Zu Zeiten des römischen Reichs war sie eine bedeutende Stadt und in der Kathedrale kann man heute noch ein wunderschönes Fußbodenmosaik besichtigen.

Basilika Aquileia Basilika Aquileia

Nach der Grappa-Mission ist es nicht mehr weit nach Grado. Ein bisschen Meeresluft schnuppern gehört für mich bei einer Italienreise einfach dazu. Einen wirklich tollen Grado-Reisebericht findest du bei Angelika von wiederunterwegs.com. Unbedingt lesen!

Cividale del Friuli ist ein hübsches Städtchen mit malerischem Flair

Besonders einladend fanden wir die kleine Gassen mit den gemütlichen Bars. Aufklappbare Tische, die an den Hauswänden kleben zeigen, dass es nicht viel braucht für Geselligkeit. Natürlich ließen wir uns auch von der Küche verwöhnen. Wir haben viel heimische Gerichte gekostet wie z.B. Spezialitäten vom Wildschein, Frico, Polenta und natürlich Pizze, Pasta und Gelato.


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Warst du schon einmal in Cividale?

26 Comments

  1. Karina Mayr

    Es ist erstaunlich, dass es gleich nach der Grenze schon so ein „italienisches“ Dörfchen wie Cividale gibt. Äußerst charmant und zauberhaft. Genau das Richtige für ein Wochenende, wobei wir meistens auch noch nach Grado fahren müssen, um das Meer zu sehen. Kulinarisch ist man bestens aufgehoben: Einen Aperitivo im Elefanti oder im Longobardo (wo man sowieso 2-3 Mal hingehen muss!) Abendessem im Monastero und danach noch in die schicke Bar gegenüber dem Cafe Longobardo….Zu empfehlen ist auch das Hotel Pomodoro (liegt sehr zentral) zum nächtigen aber auch zum Essen. Unbedingt in die kleine Bar gehen, die vor dem Hotel ist. Schaut wenig einladend aus, aber die Leute sind sehr nett und der Wein ist sehr gut und günstig! Und man braucht nicht meinen, dass man da auf Deutsch angeredet wird! Oh, nein! Und das ist auch gut so. Schön, ist, dass man kein Auto braucht und alles sehr nahe beieinander ist. Ein Gang über die Teufelsbrücke ist auch ein Muss!
    Wer lieber in den Weinbergen in einem Weingut übernachten will – da gibt es im Umkreis von ca. 6 km einige – z.B. in Prepotto im Weingut Colli di Poianis. Ein Haus mit 4 Appartements mit sehr viel Liebe zum Detail. Die Übernachtung kostet ca. € 40,00 pro Person (Frühstück ist extra – sehr gut, da alles bio ist und selbstgemacht!) Ein bekanntes Restaurant gibt es auch in Prepotto: „Da Mario“ – für Leute, die mal etwas anderes als Pizza und Pasta essen wollen.

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  3. Walter Knechtl

    Dieser Flohmarkt übertrifft alles was ich jemals unter dem Begriff Flohmarkt gesehen habe. Nicht nur die Quantität (Größe) sondern auch die Qualität war überraschend. Dort hat man neben dem üblichen Flohmarktwaren (von manchen als Ramsch bezeichnet) auch wirklich noch Antiquitäten gefunden.
    Wer nach stundenlangem Stöbern eine Pause machen muss, kann bei einem köstlichen Cappuccino wieder zu Kräften kommen.
    Ich bin wirklich sehr dankbar über diesen Tipp und froh diesen Kurzreisebericht im Internet gefunden zu haben.

    • Lieber Walter,

      vielen Dank für dein Kommentar und dein Lob, das freut mich sehr.
      Ich finde den Flohmarkt in Cividale auch einzigartig, man kann sich kaum daran satt sehen und entdeckt immer wieder schöne Stücke. Und ja, ich denke ich sollte wieder mal einen Ausflug dahin planen 😉 Lg, Melanie

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  21. Ein bisschen beneide ich Euch um die Nähe zu meinem Lieblings- und bald Wahlheimatland 😀 Wenn ich bedenke, dass ich für so eine Wochenenddosis schon allein 5 Stunden Fahrt bis München in Kauf nehmen müsste… o.O Außerdem passen in mein Handgepäck nicht wirklich zusätzlich noch Lebensmittel – von Flüssigkeiten ganz zu schweigen. Sieht toll aus da in jedem Fall 🙂

  22. Ich mag deine Fotos immer sehr. Dein Stil gefällt mir uns macht mir immer Lust auf die Orte, die du mit deiner Kamera einfängst!

  23. Hi,

    danke für diesen wundervollen Beitrag! Als (ehemalige) Frankfurterin hatte ich nie die Nähe zu meiner zweiten Heimat. Toll, dass du einfach mal einen Wochenendausflug machen kannst, ohne in den Flieger steigen zu müssen.

    Auf jeden Fall hast du mir große Lust gemacht, den Norden Italiens zu erkunden. Das habe ich bisher kläglich vernachlässigt…

    Liebe Grüße
    Barbara

  24. Pingback: Kärntner Lifestyleblog - Cabrio Tour Cividale - Kärntner Lifestyleblog

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