Italien: Cividale del Friuli

Italien: Cividale del Friuli

Cividale stillt die Sehnsucht nach Italien!

Immer wieder packt mich die Sehnsucht nach Italien. Ob nun im Herbst, im Frühling oder auch an manch einem Wintertag – es kommt der Zeitpunkt, an dem ich wieder spüre, dass es mich fort zieht. Ein paar Tage Italien würden da schon ausreichen. Und weil da der Urlaub oft noch in weiter Ferne liegt, schwelge ich heute etwas in Erinnerung an einen kleinen Wochenendabstecher nach Cividale del Friuli.  

Das kleine mittelalterliche Städtchen in der Nähe von Udine erreicht man von Salzburg aus in gut 3 Stunden. Vor allem ist so ein Kurztrip nach Italien auch praktisch, um die Speisekammer wieder mit allerlei italienischen Leckereien aufzufüllen 🙂

Cividale: Samstag ist Markttag

Bei der Anreise am Samstag wird man am Ortseingang vom Wochenmarkt (Samstag von 08.00 – 13.00) empfangen. Dort gibt es Gemüse, Obst, Fleisch und findet man neben sämtlichen Dingen des täglichen Gebrauchs auch viel Ramsch – einfach toll zum Stöbern. Und schon ist man vom Italo-Flair überwältigt. Da dauert es nicht lange bis man bei Cappuccino & Prosecco ins „Dolce Vita“ eintaucht.

Schöne Hotels in Cividale

Meine Cousine, eine erfahrene Cividale-Kennerin, hat uns bezüglich Unterkunft einige Tipps gegeben.

  • Al Monastero
  • Pomodoro
  • Hotel Roma

Wir haben uns schließlich für das „Al Monastero“ entschieden. Was eine sehr gute Wahl war, das Haus können wir unbedingt weiterempfehlen. Mit ca. 35 EUR/p.P. inkl. Frühstück im Doppelzimmer auch preislich absolut in Ordnung. Die charmante Gastgeberin Christina führt ein hervorragendes Restaurant, das immer sehr gut besucht ist. Wir hatten ein tolles Menü, für das wir inklusive Getränke nur 56 EUR (total) bezahlt haben. Wir finden das erwähnenswert, weil wir gesagt bekamen, dass das „Al Monastero“ teuer sei – das möchten wir somit widerlegen.

  • 2 x Insalate Miste
  • 1 x Rinderfilet mit Polenta und Gemüse
  • 1 x Penne mit Kalbfleisch
  • 2 x Bayrisch Creme mit Fruchtspiegel
  • Getränke: 2 Gläser Cabernet Barique, 4 Aperol Sprizz, 2 Cola, 1 l Mineralwasser

Zum Frühstück wurden wir kurzerhand ins nahegelegene Cafe Longobardo geschickt. Dort konnten wir bestellen was wir wollten (!). Cappuccino, Tramezzini & Cornetti – so kann der Tag beginnen. Das Cafe Longobardo ist am Hauptplatz im Zentrum von Cividale und wir fanden es toll, von dort aus dem täglichen Treiben der Einheimischen zuzusehen.

Wir haben 2 Nächte in Cividale verbracht und einen Ausflug ins Umland gemacht. Zuerst waren wir in „Grappa-Mission“ für meinen Onkel unterwegs. In der Destillerie in Aquilea holten wir einen Vorrat an Grappa Gran Riserva la Centenara 10 anni, wir haben uns selbst auch ein Fläschchen gegönnt. Und ich muss sagen, dass ich persönlich kein Grappa-Fan bin, mir dieser aber doch sehr schmeckt, weil er etwas milder ist. Aquilea selbst ist ein sehr beschauliche ruhige Stadt, wo man römische Ruinen besuchen kann.  Zu Zeiten des römischen Reichs war Aquilea eine bedeutende Stadt und in der Kathedrale kann man ein wunderschönes Fußbodenmosaik besichtigen.

Nach der Grappa-Mission ging’s weiter nach Grado. Ein bisschen Meeresluft schnuppern gehört für mich bei einer Italienreise einfach dazu. Den Sonntag verbrachten wir dann wieder in Cividale, wo ein riesengroßer Flohmarkt stattfand.

CIVIDALE FLOHMARKT:
Am letzten Sonntag jeden Monats findet in Cividale ein riesengroßer Flohmarkt statt. Bei Antiquitätenhändler und zahlreiche kleineren Verkaufsständen aus dem In- und angrenzenden Ausland findet man hier allerlei Schätze. Der Flohmarkt ist wirklich einen Ausflug wert, weil er sich über die ganze Altstadt erstreckt und man so auch in die kleinsten Gassen von Cividale findet.

Besonders an Cividale fanden wir vor allem die kleine Gassen mit den gemütlichen Bars. Aufklappbare Tische die an den Hauswänden kleben zeigen, dass es nicht viel braucht um Geselligkeit zu fördern. Natürlich ließen wir uns auch von der Küche verwöhnen:

  • Wildschwein-Produkte
  • Frico
  • Polenta
  • … und natürlich Pizze, Pasta & Gelato

Photocredit Titelbild: @wikipedia

Warst du schon einmal in Cividale?

8 Comments

  1. Karina Mayr

    Es ist erstaunlich, dass es gleich nach der Grenze schon so ein „italienisches“ Dörfchen wie Cividale gibt. Äußerst charmant und zauberhaft. Genau das Richtige für ein Wochenende, wobei wir meistens auch noch nach Grado fahren müssen, um das Meer zu sehen. Kulinarisch ist man bestens aufgehoben: Einen Aperitivo im Elefanti oder im Longobardo (wo man sowieso 2-3 Mal hingehen muss!) Abendessem im Monastero und danach noch in die schicke Bar gegenüber dem Cafe Longobardo….Zu empfehlen ist auch das Hotel Pomodoro (liegt sehr zentral) zum nächtigen aber auch zum Essen. Unbedingt in die kleine Bar gehen, die vor dem Hotel ist. Schaut wenig einladend aus, aber die Leute sind sehr nett und der Wein ist sehr gut und günstig! Und man braucht nicht meinen, dass man da auf Deutsch angeredet wird! Oh, nein! Und das ist auch gut so. Schön, ist, dass man kein Auto braucht und alles sehr nahe beieinander ist. Ein Gang über die Teufelsbrücke ist auch ein Muss!
    Wer lieber in den Weinbergen in einem Weingut übernachten will – da gibt es im Umkreis von ca. 6 km einige – z.B. in Prepotto im Weingut Colli di Poianis. Ein Haus mit 4 Appartements mit sehr viel Liebe zum Detail. Die Übernachtung kostet ca. € 40,00 pro Person (Frühstück ist extra – sehr gut, da alles bio ist und selbstgemacht!) Ein bekanntes Restaurant gibt es auch in Prepotto: „Da Mario“ – für Leute, die mal etwas anderes als Pizza und Pasta essen wollen.

  2. Walter Knechtl

    Dieser Flohmarkt übertrifft alles was ich jemals unter dem Begriff Flohmarkt gesehen habe. Nicht nur die Quantität (Größe) sondern auch die Qualität war überraschend. Dort hat man neben dem üblichen Flohmarktwaren (von manchen als Ramsch bezeichnet) auch wirklich noch Antiquitäten gefunden.
    Wer nach stundenlangem Stöbern eine Pause machen muss, kann bei einem köstlichen Cappuccino wieder zu Kräften kommen.
    Ich bin wirklich sehr dankbar über diesen Tipp und froh diesen Kurzreisebericht im Internet gefunden zu haben.

    • Lieber Walter,

      vielen Dank für dein Kommentar und dein Lob, das freut mich sehr.
      Ich finde den Flohmarkt in Cividale auch einzigartig, man kann sich kaum daran satt sehen und entdeckt immer wieder schöne Stücke. Und ja, ich denke ich sollte wieder mal einen Ausflug dahin planen 😉 Lg, Melanie

  3. Ein bisschen beneide ich Euch um die Nähe zu meinem Lieblings- und bald Wahlheimatland 😀 Wenn ich bedenke, dass ich für so eine Wochenenddosis schon allein 5 Stunden Fahrt bis München in Kauf nehmen müsste… o.O Außerdem passen in mein Handgepäck nicht wirklich zusätzlich noch Lebensmittel – von Flüssigkeiten ganz zu schweigen. Sieht toll aus da in jedem Fall 🙂

  4. Ich mag deine Fotos immer sehr. Dein Stil gefällt mir uns macht mir immer Lust auf die Orte, die du mit deiner Kamera einfängst!

  5. Hi,

    danke für diesen wundervollen Beitrag! Als (ehemalige) Frankfurterin hatte ich nie die Nähe zu meiner zweiten Heimat. Toll, dass du einfach mal einen Wochenendausflug machen kannst, ohne in den Flieger steigen zu müssen.

    Auf jeden Fall hast du mir große Lust gemacht, den Norden Italiens zu erkunden. Das habe ich bisher kläglich vernachlässigt…

    Liebe Grüße
    Barbara

  6. Pingback: Kärntner Lifestyleblog - Cabrio Tour Cividale - Kärntner Lifestyleblog

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*