Teneriffa Norden

Urlaub auf Teneriffa – Norden oder Süden?

Wenn es um einen Urlaub auf Teneriffa geht, denken die meisten Menschen automatisch an Sonne, Strand, Meer und viele Hotels. Besonders ich hab dann immer die terrassenartig angelegten Bettenburgen im Kopf, die sich hässlich an die Hügel schmiegen. Wer hat das bitte verbockt? Aber das ist nur die eine Seite der größten Kanareninsel. Das Eiland im Atlantik eignet sich ebenso für einen Urlaub, der ganz weit vom Mainstream entfernt ist. Man muss sich die Beschaffenheit der Insel nur ein wenig genauer ansehen. Dabei ist besonderes Augenmerk auf den 3.718 Meter hohen Teide zu legen, denn dieser ist nicht nur der größte Berg Spaniens, sondern obendrein der drittgrößte Inselvulkan der Welt. Er macht die Insel zu einem Kontinent im Miniaturformat, der viel Natur und viele unvergessliche Eindrücke zu bieten hat, und für Bergfans ein absolutes Reise-Highlight ist.

Teide Norden Teneriffa

Teneriffa: Der Unterschied zwischen Nord und Süd

Der ziemlich in der Mitte der Insel liegende Teide ist nur die Spitze eines Bergmassivs, das die Insel der Breite nach bis in eine Höhe von 2.500 Metern unterteilt. Dadurch ergibt sich eine Wettergrenze, die dem Süden der Insel deutlich mehr Sonnenstunden im Jahr ermöglicht. Der Norden ist hingegen deutlich grüner und kann mit einer viel wilderen Natur aufwarten. Es ist nicht selten, dass die Temperaturunterschiede zwischen Norden und Süden 8 Grad oder mehr betragen. Wer seinen Urlaub fernab vom Tourismustrubel verbringen möchte, sollte also seine Ferien im Norden von Teneriffa planen. Und keine Angst: die Sonne scheint auch im Norden mehr als genug, wenn man sich nicht ausgerechnet den Winter für seinen Teneriffa Urlaub aussucht. Dann kann es nämlich durchaus Mal tagelang regnen, während im Süden die Sonne scheint. Und dennoch ist der Norden der schönere Teil der Insel.

Der Norden von Teneriffa ist irgendwie kanarischer

Während der Süden Teneriffas durch die vielen Sonnenstunden vom Tourismus dominiert wird, hat sich der Norden ein deutlich kanarischeres Flair bewahren können. Dieser Zustand wird dadurch begünstigt, dass sich der größte Teil der Landwirtschaft im Norden befindet. Dabei sind die wichtigsten Anbauprodukte der Wein, die kanarische Banane und Tomaten. Ein Urlaub im Norden von Teneriffas spielt sich inmitten der Canarios, der Einheimischen, ab – sofern man sich nicht unbedingt in der einzigen Tourismushochburg des Nordens (Puerto de la Cruz) niederlässt.

Die Bergwelt von Teneriffa

Teneriffa entstand in mehreren Abschnitten, so dass sich drei verschiedene Gebirge bildeten. Dabei ist der Teide Nationalpark zwar der höchste Teil, aber geschichtlich gesehen auch der jüngste Teil von Teneriffa. Der älteste Teil des Eilands ist das Anaga-Gebirge im Nordosten, der zweitälteste Teil das Tenogebirge im Westen. Die Gebirgszüge sind vor allem bei Wanderern sehr beliebt und beherbergen weitläufige Lorbeer-, Eukalyptus- und Kiefernwälder, die zum Erkunden einladen. Hier wechseln sich schroffer Fels und Lavalandschaften ab, wobei gerade letztere nirgendwo sonst auf der Insel so beeindruckend sind, wie die im Teide Nationalpark in der Inselmitte.

Guajara
Guajara

Im Norden von Teneriffa erwarten dich Steilküsten und wilde einsame Strände

Auch wenn die höchsten Klippen Teneriffas im Süden sind, hat die Nordküste einen deutlich größeren Anteil an Steilküste. Hier gibt es viele schöne und wilde Strände, an denen sich die Touristen eben nicht wie Ölsardinen aneinander reihen. Diese Strände laden zum Schwimmen und Schnorcheln ein, wobei allerdings immer Vorsicht geboten ist: die Strömungen können tückisch sein und auf die Flaggen sollte unbedingt geachtet werden.

Küste Meer Blumen

Teneriffa JA – aber bitte keine Bettenburg!

Wer die größte Kanareninsel landestypisch genießen und Land und Leute kennen lernen will, sollte seinen Urlaub nicht in einem der großen Hotels verbringen, auch wenn überall All-Inclusive-Angebote locken. Ein Ferienhaus oder ein Appartement auf Teneriffa befreit dich von festen Essenszeiten und mit einem eigenen Mietwagen umgeht man gekonnt geführte Inseltouren, und kann sich seine Zeit selbst einteilen. Wer möchte sich bei so einer Insel auch von anderen Hotelgästen stören lassen, wenn er seinen Urlaub fernab vom Mainstream einfach nur genießen kann?



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