Trogir – zum ersten Mal Dalmatien. Ich war schon oft in Kroatien und kenne Istrien ganz gut. Die Hafenstädtchen mit ihrem venezianischen Flair, die Olivenhaine, die Art, wie der Abend dort riecht – nach Salz und Rosmarin und warmen Steinen. Ich dachte, ich wüsste, was mich in Kroatien erwartet. Trogir hat mich eines Besseren belehrt. Wir waren für 3 Nächte in Trogir und starteten von dort aus unseren ersten Segeltörn in Kroatien auf die Inseln Vis, Brač und Solta.
Die Ankunft in Trogir
Inhaltsverzeichnis
Wir kamen mit dem Auto von Salzburg nach Trogir. Die Anfahrt vom Berg herunter war sehr schön. Da mussten wir nach der langen Fahrt erstmal stehenbleiben und Meerluft schnuppern. Ja, dieser Anblick hat uns schon mal gefallen.

Der erste Eindruck in Trogir selbst war, ehrlich gesagt, unspektakulär: Parkplatz, Hitze, ein paar Hinweisschilder. Trogir empfängt seine Gäste nicht mit rotem Teppich. Viel Verkehr, die Stadt verteilt sich auf Inseln bzw. Halbinseln, da musst du dich erstmal zurecht finden. Dann fährts du über die erste Brücke. Und genau da fängt es an.
Diese Brücke – eine schlichte Steinbrücke im Norden der Altstadt, die das Festland mit der winzigen Altstadtinsel verbindet – ist eigentlich nichts Besonderes. Aber sie ist eine Schwelle. Man fährt bzw. geht darüber und tritt in eine andere Zeit. Hinter ihr liegt eine Stadt, die seit dem Mittelalter kaum verändert wurde. Nicht weil man sie wie ein Museum eingefroren ist, sondern weil sie schlicht nie groß genug war, um abgerissen und neu gebaut zu werden. Was zunächst nach Zufall klingt, ist heute ihr größter Schatz.
Seit 1997 steht die gesamte Altstadt von Trogir auf der UNESCO-Welterbeliste – als herausragendes Beispiel städtebaulicher Kontinuität. Romanik, Gotik, Renaissance, Barock: alles auf engstem Raum, alles echt, alles noch da.
Doch bevor wir uns aufmachen die Stadt Trogir zu erkunden haben wir erstmal unser gebuchtes Hotel in Trogir gesucht. Das Hotel Villa Trau D’Oro* liegt unweit der Marina, und somit konnten wir unser Auto dort abstellen, haben uns schnell frisch gemacht und sind dann zu Fuß in die Stadt zurückgekehrt und haben uns auf Enteckungstour begeben.
Trogir ist eine Stadt auf einer Insel
Das Besondere an Trogirs Lage erschließt sich erst, wenn man von oben draufschaut – oder es erklärt bekommt. Die Altstadt liegt auf einer Insel. Diese Insel liegt zwischen dem kroatischen Festland im Norden und der Insel Čiovo im Süden, mit der sie über eine weitere Brücke verbunden ist. Eine Stadt auf einer Insel, umgeben von Wasser auf allen Seiten, eingebettet zwischen Gebirge und Adria.
Das klingt nach Theorie. In der Praxis bedeutet es: Egal, wohin man schaut, man sieht Wasser. Man hört es. Man riecht es. Und die Stadt ist trotzdem so dicht und lebendig, dass man vergisst, auf einer winzigen Insel zu stehen.

UNESCO-Welterbe Trogir – Highlights der historischen Altstadt
Wir waren nicht unbedingt auf Trogir Sehenswürdigkeiten aus. Wir wollten einfach durch die Stadt schlendern und uns ein bisserl umschauen. Die Altstadt von Trogir ist ein Labyrinth – aber ein sehr nettes. Immerhin zählt das gesamte historische Zentrum von Trogir, also die Altstadt, zum UNESCO-Welterbe.
Die Gassen sind eng, die Steine hell und warm, die Häuser stehen so nah beieinander, dass die Wäsche zwischen den Fenstern hängt und man nicht sicher ist, ob man gerade durch einen Durchgang oder durch jemandes Vorzimmer geht. Überall kleine Innenhöfe, plötzliche Plätze, ein Brunnen, eine Kirche, ein Café mit drei Tischen, das keine Speisekarte braucht.

Was uns überrascht hat: Es war nicht so überlaufen, wie wir befürchtet hatten. Vielleicht war die Tageszeit günstig, vielleicht hatten wir Ende Mai auch einfach Glück.
Der Hauptplatz von Trogir: Trg Ivana Pavla II.
Vom Nordtor führt die Hauptgasse direkt auf den Hauptplatz hinaus. Und da ist ganz schön was los. Auf engstem Raum stehen hier die wichtigsten Bauten der Stadt beieinander: die Kathedrale, die Stadtloggia, der Uhrenturm, der Cipiko-Palast. Romanik, Gotik, Renaissance, Barock – alles auf einmal, alles echt, alles aus Stein, der in der Mittagssonne fast weiß leuchtet. Starten wir gleich mal rein ins Trogir Sehenswürdigkeiten Programm.

Stadtloggia von Trogir
Auf der Südseite des Hauptplatzes ist die Stadtloggia aus dem 15. Jh. Darin befinden sich zwei kunstvolle Reliefs: Das der Justitia – Gerechtigkeit und den beiden Schutzpatronen Trogirs, dem hl. Laurentius und Ivan von Trogir. Auf der andern Seite befindet sich ein Denkmal eines berühmten Sohns der Stadt Trogir: Petar Berislavić, er war Vizekönig von Kroatien und zugleich Bischof von Veszprém. Viele Touristen gehen achtlos an diesem Meisterwerk vorbei. Schau dich hier um und genieße den Schatten mit einem schönen Blick über den Hauptplatz und die Kathedrale von Trogir.

Das Herzstück: Kathedrale Sv. Lovre und der Glockenturm
Wir haben uns die Kathedrale und den Glockenturm angeschaut. Die Kathedrale des Heiligen Laurentius und den Glockenturm hatten wir fast für uns allein. Das ist vielerorts schon selten geworden. Danach haben wir uns in ein nettes Café auf den Hauptplatz gesitzt und einfach geschaut. Das allein lohnt sich schon. Der Crepe mit Nutella waren natürlich auch ein Gedicht 😉 .
Eintritt kostet etwa 10 Euro (2026) und beinhaltet Kathedrale und Turm. Geöffnet täglich von 9 bis 19 Uhr. Es lohnt sich, früh zu gehen – noch vor den Reisegruppen. Wir hatten den Glockenturm fast für uns alleine.
- Eintritt: 10 EUR (2026)
- Öffnungszeiten: 9 – 19 Uhr
Kathedrale des Heiligen Laurentius
Die Kathedrale des Heiligen Laurentius ist das, was ich in Trogir am meisten in Erinnerung behalten habe. Nicht weil ich besonders kirchenbegeistert wäre – sondern weil das, was hier zu sehen ist, eine andere Qualität hat.
Schon bevor man eintritt, hält einen das Radovan-Portal auf. Meister Radovan hat dieses westliche Hauptportal 1240 geschaffen – und er wusste, was er da gemacht hat: In die Inschrift hat er eingemeißelt, dass er „sehr berühmt in dieser Kunst“ sei. Keine falsche Bescheidenheit. Zwei Löwen tragen das Portal, darüber Adam und Eva, dann Apostel- und Heiligenfiguren, Allegorien der zwölf Monate, im Giebel die Geburt Christi. Ich hab leider nur ein Foto von der Seite gemacht.

Im Inneren der Kathedrale dann die Kapelle des Ivan Ursini – ein Renaissancejuwel, das selbst Kunstexperten als das schönste Frührenaissance-Bauwerk an der kroatischen Küste bezeichnen. Kühl, still, außergewöhnlich gut erhalten.
Glockenturm der Kathetrale
Der Aufstieg des Glockenturms in Trogir ist eng und steil – gut 100 Stufen auf einer Wendeltreppe, die sich um die eigene Achse dreht. Es ist warm, es ist ein bisschen beengt, und man fragt sich kurz, ob das eine gute Idee war. Dann oben ankommen und: ja, es war eine sehr gute Idee. Der Turm ist 47 Meter hoch, und von dort oben sieht man alles auf einmal – die winzige Altstadtinsel, das Wasser rundherum, die Marina mit den Booten, die Insel Čiovo, und im Hintergrund die dalmatinischen Berge und die Flugzeuge, die ständig auf den Flughafen in Split zusteuern.
Die Festung Kamerlengo: Am Ende der Promenade
Wer die Riva entlanggeht – die palmengesäumte Uferpromenade auf der Südseite der Altstadt – landet irgendwann vor der Festung Kamerlengo. Sie steht am südwestlichen Zipfel der Insel, massive Kalksteinmauern, Zinnen, Schießscharten, ein venezianisches Machtstatement aus dem 15. Jahrhundert. Ich denke Kinder werden eine Freude haben, ich persönlich fand es jetzt nicht so wirklich spannend.
Im Sommer finden in der UNESCO-Weltkulturerbe Festung Konzerte und Veranstaltungen statt. Falls man zufällig am richtigen Abend in Trogir ist: hingehen.
Was mir gefallen hat war, dass man vom Turm der Festung Kamerlengo einen wunderbaren Ausblick über Trogir hat, und dann noch der Fußballplatz, den du von der Festung aus siehst. Der ist einfach genial!
- Eintritt: 7 EUR (2026)
- Öffnungszeiten: 9 – 22 Uhr


Der Fußballplatz von Trogir
Obwohl ich kein großer Fußballfan bin, hat mich der Fußballplatz Batarija in Trogir sofort begeistert. Direkt am Meer gelegen und umgeben von den historischen UNESCO-Bauwerken der Altstadt, zählt er für mich zu den außergewöhnlichsten Fußballplätzen, die ich je gesehen habe. Allein die einzigartige Kulisse macht einen kurzen Abstecher absolut lohnenswert. Die Lage des Fußballplatzes von Trogir könnte schöner kaum sein.

Tagsüber und abends: zwei verschiedene Städte
Trogir tagsüber ist Altstadt, Steinhitze, Touristen, Kaffee auf dem Hauptplatz. Schön, aber du weißt, wo du bist.
Trogir am Abend ist etwas anderes. Wenn die Tagestouristen weg sind und die Luft sich abkühlt, gehört die Stadt wieder sich selbst. Die Riva – die Uferpromenade – füllt sich mit Menschen, die tatsächlich dort leben. Kinder auf Fahrrädern. Alte Männer auf Bänken. Man sitzt beim Wein und schaut den Leuten zu. So dachten wir. Und so war es auch unter der Woche (Ende Mai).
Ab Freitag war aber abends an der Riva richtig was los. Die Schiffe vor Anker wurden immer größer, und dementsprechend viele Leute waren unterwegs. Und das hat wieder sein ganz eigenes Flair.
Die Seitengassen: Wo Trogir aufhört, Kulisse zu sein
Jetzt zum ehrlichen Tipp, den man nirgendwo nachlesen muss, weil er sich nicht beschreiben, nur erleben lässt: weg vom Hauptplatz, rein in die Seitengassen.
Trogir hat ein Gassengeflecht, das sich hinter dem Touristenpfad versteckt hält. Enge Durchgänge zwischen alten Steinhäusern, Innenhöfe mit Wäscheleinen, eine Vespa unter einem Steinbogen, ein Lokal, das wie ein Lost-Place ausschaut, aber einfach noch nicht offen hat. Manchmal endet eine Gasse in einer Sackgasse vor einer verschlossenen Tür mit Korken.
Hier wohnen echte Menschen. Das merkt man. Und das ist das Schönste daran.
So kamen wir mit einer nette Dame ins Gespräch, haben uns gegenseitig unsere Lebensgeschichten erzählt, Gemeinsamkeiten und Verbindungen gefunden. Sie hat früher mal als Krankenschwester in Linz gearbeitet, lebt jetzt in Schweden und ist im Sommer hier in ihrem Haus in Trogir.
Mein Tipp: Einfach hineingehen, ohne Karte, ohne Ziel. Wer sich verläuft, ist nach spätestens zehn Minuten wieder auf dem Hauptplatz – die Stadt ist wirklich klein. Aber diese zehn Minuten können die besten des ganzen Tages sein.
Der Markt am Nordtor
Direkt vor dem Nordtor, auf der Festlandseite der Brücke, gibt es morgens einen kleinen Markt. Hausgemachte Würste, Käse, frischer Lavendel, Obst, Gemüse – Sachen, die Einheimischen tatsächlich kaufen. Nicht das Souvenirstands-Angebot der Touristenzone, sondern echter Markt. Wenn man früh genug in Trogir ist, ist das ein ruhiger, schöner Start in den Tag. Kurz schauen, vielleicht etwas kaufen, die Stadt beim Aufwachen beobachten.
Restaurant-Tipps in Trogir
Die Auswahl an Restaurants in Trogir ist riesig – von urigen Konobas über moderne Steakhäuser bis hin zu gemütlichen Lokalen in den verwinkelten Altstadtgassen. Während unseres Aufenthalts haben wir einige echte Highlights entdeckt, die wir jederzeit wieder besuchen würden.
Wild West Trogir
Wer Lust auf richtig gute Burger oder Steaks hat, sollte unbedingt im Wild West vorbeischauen. Das rustikale Western-Flair sorgt für eine besondere Atmosphäre und die Portionen sind wirklich riesig – hier wird garantiert niemand hungrig nach Hause gehen. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns der ausgesprochen freundliche und aufmerksame Service, der den Besuch perfekt abgerundet hat.

Restaurant Capo
Mitten in den verwinkelten Gassen der Altstadt gelegen, bietet das Restaurant Capo Sitzplätze in einer romantischen Gasse, einem idyllischen Innenhof und sogar auf einer Dachterrasse. Das Essen war hervorragend, der Service außergewöhnlich herzlich und aufmerksam. Ich hatte das Capo Risotto mit Garnelen, Prosciutto, Rucola usw. – das war großartig! Besonders schön war unser Besuch an Christians Geburtstag: Ich hatte heimlich Kerzen mitgebracht und die Kellner servierten den Kuchen liebevoll dekoriert mit brennender Kerze. Anschließend sang das gesamte Serviceteam gemeinsam mit mir vor allen Gästen „Happy Birthday“ – ein unvergesslicher Moment, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Restaurant Casa Don Dino
Leider haben wir es nicht mir in das Restaurant Casa Don Dino geschafft! Ich hätte hier so gerne Thunfisch gegessen. Aber die Kritiken sind fantastisch und die Speisen sehen einfach nur großartig aus. Hier bekommst du traditionelle dalmatische Küche, die modern interpretiert ist. Aber man muss sich ja auch was für den nächsten Besuch in Trogir merken.
Pizzeria Kristian
Zugegeben, wir hatten einfach Gusto auf Pizza. Es gibt sehr viele Pizzerias in Trogir. Also folgten wir dem Namen. Wenn Christian Pizza mag, dann halt in der Pizzeria Kristian. Wir hatten einen sehr netten Abend hier mit guten Pizze, gutem Wein und guten Gesprächen mit den netten Kellnern.
In Trogir gibt es etwas, das du anscheinend auf keinen Fall verpassen darfst: die Trogirski Rafioli!
Die Trogir-Ravioli sind ein Gebäck, das mit den unterschiedlichsten Inhalten gefüllt ist, traditionell mit Mandelmus. Ich bin ja ein absoluter Schokoholic und habe natürlich die Schoko-Variante probiert. Der Geschmack ist gut aber die Konsistenz ist mir persönlich zu trocken. Das wird nicht mein neues Lieblingsgebäck, aber wenn du schon mal in Trogir bist, musst du es probieren. Wir waren bei Đovani.
Strände in und um Trogir
Natürlich gibt es in und um Trogir viele Strände zum Baden. Wir waren auf dem Okrug-Strand und am Lambadusa-Strand, der eigentlich zu einem Campingplatz gehört, dort haben wir Freunde besucht. Das Wasser war auf beiden Stränden phänomenal klar. Von leuchtend blau bis türkis haben wir dort wirklich herrliche Stunden am Strand verbracht, und das wirklich unweit der quirrligen Stadt Trogir. Das gibt schon einen extra Bonuspunkt für einen Urlaub in Trogir!
Okrug Gornji-Strand (Copacabana)
Der Okrug Gornji-Strand auf der Insel Čiovo, nur wenige Minuten von Trogir entfernt, zählt zu den beliebtesten Stränden der Region. Der rund zwei Kilometer lange Kiesstrand mit seiner Promenade bietet zahlreiche Restaurants, Cafés und Beachbars sowie Liegen- und Sonnenschirmverleih. Auch Wassersportangebote und Duschen sind vorhanden. Der Zugang zum Strand ist kostenlos, lediglich Parkplätze in der Nähe sind in der Hauptsaison gebührenpflichtig und oft schnell belegt. Wir hatten Glück, und konnten direkt dort parken, wo wir baden gegangen sind.

Labadusa-Strand
Der Labadusa-Strand liegt im südlichen Teil der Insel Čiovo und ist deutlich ruhiger als der Okrug-Strand. Die geschützte Bucht mit kristallklarem Wasser und feinem Kies eignet sich ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Direkt oberhalb des Strandes befindet sich ein Restaurant mit schöner Terrasse und Meerblick. Der Strand selbst ist frei zugänglich, Parkplätze stehen gegen Gebühr in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Wer eine entspannte Alternative zum Trubel sucht, ist hier genau richtig.
Übernachten in Trogir | Villa Trau D’Oro
Wenn du in der UNESCO-geschützten Altstadt von Trogir übernachten möchtest, dann empfehle ich das House Ivančić* – ein traditionelles Steinhaus. Kostenloser Parklatz und Anlegestelle der Bootstaxis sind nur 100 m entfernt. Eine wunderbare Unterkunft am Okrug Gornji Beach ist das Four-Bedroom Holiday Home In Okrug Gornji* – mit stimmungsvollem Pool, Grillplatz und alles was du für einen Familienurlaub brauchst. Oder unsere Unterkunft, die Villa Trau d’Oro*. Sie hat einen Pool liegt zentral an der Marina und nur ca. 10 Gehminuten von der Altstadt entfernt. Wir waren sehr zufrieden.
Ausflugsziele rund um Trogir
Dank seiner zentralen Lage ist Trogir der perfekte Ausgangspunkt für spannende Tagesausflüge. Nur rund 30 Kilometer entfernt liegt das Stadtzentrum von Split mit dem beeindruckenden Diokletianpalast, der lebhaften Uferpromenade Riva und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Ebenfalls lohnenswert ist ein Bootsausflug zur Blauen Lagune oder auf die vorgelagerten Inseln Šolta oder Brač.
Naturliebhaber sollten den rund 60 Kilometer entfernten Krka-Nationalpark mit seinen spektakulären Wasserfällen besuchen.
Die berühmten Plitwitzer Seen gehören zwar zu den schönsten Nationalparks Kroatiens, liegen aber rund 250 Kilometer entfernt und eignen sich eher für einen Zwischenstopp auf der An- oder Abreise.
Wer noch mehr von Kroatien entdecken möchte, kann einen Ausflug nach Šibenik mit der UNESCO-geschützten Kathedrale des Heiligen Jakob oder in die Hafenstadt Zadar unternehmen, die für ihre Meeresorgel und den „Gruß an die Sonne“ bekannt ist.
Anreise nach Trogir mit dem Auto
Trogir ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Flugzeug bequem erreichbar. Von Österreich aus führt die Strecke über Slowenien und Kroatien direkt an die dalmatinische Küste – je nach Startpunkt beträgt die Fahrzeit etwa 6 bis 9 Stunden.
Anreise nach Trogir mit dem Flugzeug
Wer lieber fliegt, landet am Flughafen Split, der nur rund 6 Kilometer von Trogir entfernt liegt. Von dort erreicht man die Altstadt in etwa 10 bis 15 Minuten mit dem Taxi, Mietwagen oder Shuttlebus. Damit eignet sich Trogir auch hervorragend für einen entspannten Kurzurlaub. Das ist zwar praktisch, aber man hört in Trogir echt viel vom Fluglärm, darauf darfst du dich einstellen.
Fazit Trogir: Schön und laut – und Kroatien ist teuer geworden
Wir sind mit dem Auto angekommen, haben bei unserem Hotel geparkt, sind über die Brücke zurück in die Altstadt gegangen – und fühlten uns recht schnell wohl. Wir waren nicht gleich dramatisch verliebt. Sondern haben uns auf eine ruhige Art wohlgefühlt. Die Altstadt ist klein genug, um sich nie wirklich zu verirren – und groß genug, um jedes Mal etwas Neues zu entdecken. Wir waren mehrmals zu Fuß drin. Jedes Mal war es anders. Man kann sich recht schnell orientieren, denn Trogir ist kompakt.
Eine super Basis für den Start unseres ersten Segeltörns in Kroatien.
Was ich schon als störend empfunden habe, das war der ständige Lärm von den Flugzeugen. Von früh am Morgen bis spät in die Nacht (ich glaube so bis ungefähr Mitternacht) hörst du die landenen Flieger. Klar, das spricht für eine gute Anbindung, entspannend ist es aber nicht.
Was mich aber auch etwas überrascht hat, das waren die hohen Preise in den Restaurants. Klar gut gemachtes Essen darf was kosten. Damit hab ich kein Problem, niemals. Das Niveau der Restaurantpreise liegt auf österreichischem Niveau. Aber die Getränkepreise sind schon enorm hoch. Einen Aperol-Sprizz, den musst du dir bei Preisen zwischen 8 – 14 EUR schon echt gönnen. Ein halbe Bier (Karlovacko) vom Fass um 5,00 EUR geht dann ja noch – Espresso und generell Kaffeepreise stehen denen in Österreich in nichts nach. Die Preise sind nach der Euro-Einführung im Jahr 2023 schon angestiegen, und wie viele Länder hat auch Kroatien mit einer hohen Inflation zu kämpfen.
Für unser Hotel mit Pool in der Nähe der Marina, also relativ zentral, haben wir für 3 Nächte (2 Personen) inkl. Frühstück 380 EUR bezahlt. Das ist sehr in Ordnung.

Mein Tipp: Unseren Absacker samt Espresso nach dem Abendessen haben wir uns immer bei uns ums Eck in einer einfachen Hafenkneipe gegönnt. Viel günstiger, lauter Einheimische und ein lässiges Flair! Ich mag das. Für ein Gin-Tonic hab ich 8 EUR und für einen Espresso unter 2 EUR bezahlt.




































































