Die Aussichtsplattform Top of Tyrol ist das Panorama-Highlight auf dem Stubaier Gletscher. Wer in Tirol nach einem Aussichtserlebnis sucht, das einem den Atem verschlägt, kommt an der Aussichtsplattform Top of Tyrol kaum vorbei. Die spektakuläre Kanzel auf dem Großen Isidor (3.210 m) ragt über das Eis des Stubaier Gletschers und bietet ein 360-Grad-Panorama, das von nahen Gletschern bis zu den Dolomiten reicht – ein Must-See für Bergfans, Fotografen und alle, die hohe Aussichten lieben.
Bergpanorama auf 109 Dreitausender
Inhaltsverzeichnis
Die Aussichtsplattform befindet sich auf rund 3.210 Metern Höhe über dem Meer und bietet ein außergewöhnliches Panorama: Bei klarer Sicht öffnet sich der Blick auf bis zu 109 Dreitausender, die sich von den Stubaier Alpen über die mächtigen Ötztaler Gipfel bis hin zu den Dolomiten in Italien erstrecken. Die Konstruktion selbst ist ebenso beeindruckend wie die Aussicht: Die Stahlplattform ragt an einigen Stellen bis zu neun Meter frei über den Fels hinaus und besteht aus etwa 19 Tonnen wetterfestem Stahl, was ihr auch in großer Höhe maximale Stabilität verleiht.

- Höhe: ca. 3.210 m über Meer
- Sicht auf 109 Dreitausender
- Über Bergstation der Schaufeljoch-Bahn in wenigen Minuten über Treppen erreichbar
- Der Zutritt ist kostenlos
- Öffnung witterungsabhängig
Geschichte & Bau
Die Aussichtsplattform wurde nach einer zweijährigen Planungsphase im Jahr 2009 eröffnet. Die Realisierung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro LAAC aus Innsbruck. Wegen der extremen Höhe und des alpinen Geländes war die Montage logistisch anspruchsvoll: große Bauteile und die Stahlkonstruktion wurden per Hubschrauber transportiert, die Installation ging in kurzer, intensiver Bauzeit über die Bühne. Die Plattform selbst wurde so konstruiert, dass sie Wind, Frost und Schneelasten in großer Höhe trotzt.
Architektur und Erlebnis
Architektonisch ist die Aussichtsplattform Top of Tyrol bewusst reduziert und doch auffällig — eine „Kanzel“ aus gelochtem Boden, Lärchenholz und Edelstahlgeländer, die wie ein Sprungbrett ins Hochgebirge ragt. Die gelochte Bodenstruktur lässt Wind und Schnee durch, die offen ausgeführte Konstruktion minimiert Lasten und fügt sich dennoch markant in die alpine Landschaft. Besucher stehen gefühlt „über“ den Bergen und bekommen so eine sehr unmittelbare Naturerfahrung.
Die Zeitschrift GEO fand die Plattform so beeindruckend, dass sie Top of Tyrol unter die 10 außergewöhnlichsten Aussichtsplattformen der Welt gewählt hat – architektonische Weltklasse mit Alpenblick!
Im Juni 2019 wurde die Gipfelplattform kurzerhand zum Bollywood-Bergstudio: Für den Film Saaho diente sie als spektakulärer Drehort – vermutlich der höchste Dancefloor, den Indien je gesehen hat.
Wie man eine Plattform auf 3.000 Meter bringt?
Hier oben am Stubaier Gletscher ist eigentlich immer Winter – und dort, wo sich im kurzen Sommer doch mal ein schneefreier Fleck zeigt, bröselt das Gestein auf dem Großen Isidor fröhlich vor sich hin. Deshalb führt der Weg zur Aussichtsplattform Top of Tyrol nicht direkt über Stein und Geröll, sondern über viele Stufen, die als schwebende Treppe aus Stahl über dem Boden hängt.
Gebaut wurde die Aussichtsplattform Top of Tyrol übrigens im Tal: 19 Tonnen Stahl, 60 Quadratmeter Gitterrost und 50 Meter Holzhandlauf. Dann kam der große Auftritt des Hubschraubers, der das Ganze in 20 Flügen nach oben geschleppt hat. Jeder Flug musste dabei so exakt geplant sein, dass die Bauteile nicht 1 kg mehr hätten wiegen dürfen – 1.200 kg waren das absolute Limit. Für Architekten und Techniker war das ein hochalpiner Tetris-Meisterkurs. Bravo!
Welche Gipfel sieht man von der Aussichtsplattform Top of Tyrol?
Bei klarer Sicht eröffnet sich ein beeindruckendes Meer aus Bergen: direkt gegenüber die Stubaier Wildspitze (3.341 m), auf der anderen Seite die Schaufelspitze (3.332 m), dahinter das Zuckerhütl (3.508 m), höchster Gipfel der Stubaier Alpen. Außerdem siehst du die Gipfel der Ötztaler Alpen in der Ferne und bei besonders guter Sicht sogar die Dolomiten in Italien.



Tipps für deinen Besuch der Aussichtsplattform Top of Tyrol
Zur Aussichtsplattform Top of Tyrol geht’s ganz bequem mit den Gondeln der Schaufeljoch-Bahn hinauf. Hochschweben, aussteigen, ein paar Stufen erklimmen, und schon steht man mitten im Gipfelkino. Oben sollte man allerdings wissen: Auf über 3.000 Metern spielt das Wetter gerne seine eigene Show. Wind? Ja. Sonne? So kräftig, dass selbst die Sonnencreme ins Schwitzen gerät. Also: warm einpacken, Sonnencreme drauf, und im Zweifel auch checken, ob die Aussichtsplattform gerade geöffnet ist.
Ein Hinweis noch: Die Plattform ist nur über Treppen erreichbar. Wer sehr eingeschränkt mobil ist, sollte vorher kurz prüfen, ob der Weg aktuell machbar ist – die Berge bleiben eben charmant, aber kompromisslos.
Lohnt sich die Aussichtsplattform Top of Tyrol?
Absolut ja! Die Aussichtsplattform Top of Tyrol ist weit mehr als ein Fotospot: sie ist der VIP-Balkon der Alpen — technisch beeindruckend, architektonisch klar und landschaftlich überwältigend. Ob als kurzer Abstecher während einem Skitag am Stubaier Gletscher, bei einem Gletscher-Ausflug, als Fotomotiv oder als Ort für einen stillen Moment über den Bergen: Wer Urlaub im Stubaital macht, sollte sich dieses Aussichtserlebnis auf über 3.000 Metern nicht entgehen lassen.





