Fassatal Skifahren Col Rodella@Patricia Ramirez, APT Val di Fasa

Fassatal: Skifahren im Val di Fassa | Trentino

[PR] Ein Skiurlaub im Fassatal (Val di Fassa) fühlt sich an wie eine Postkarte in Bewegung: schroffe Dolomitengipfel, perfekt präparierte Pisten und wenn dann auch noch die Sonne scheint und der Himmel #fetzblau ist, dann muss einem einfach das Herz aufgehen! Unser Quartier schlagen wir in Canazei auf – lebendig, charmant und idealer Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Skitage. Begleitet mich auf meinem Sonnenskilauf durchs Fassatal.

Canazei – die Ski-Hauptstadt vom Fassatal

Canazei thront auf stolzen 1.465 Metern und trägt nicht umsonst den Titel „Skihauptstadt des Fassatals“. Im Winter heißt es hier: Ski anschnallen und von früh bis spät die Pisten unsicher machen. Mitten im Herzen der Sellaronda und des Dolomiti Superski starten die Lifte direkt im Dorf zu den großen Skigebieten: Belvedere-Col Rodella, Buffaure-Ciampac, Marmolata – und wer noch mehr Skigebiete auf dem Radar hat, ist ruckzuck am Passo San Pellegrino.

Eingebettet zwischen den majestätischen Wänden der Sellagruppe (3.152 m) und der Königin der Dolomiten, ihrer Majestät, der Marmolata (3.343 m), fühlt man sich schon beim ersten Schwung wie auf einer Postkarte. Kurz: Canazei ist Startpunkt, Basislager und Bergkino zugleich – perfekt für jedes Ski-Abenteuer.

Canazei@Patricia Ramirez, APT Val di Fasa
Canazei@Patricia Ramirez, APT Val di Fasa

Gemeinden und Orte im Fassatal

Wenn du taleinwärts ins Fasstal fährst, erreichst du zuerst Moena, von wo aus du das Skigebiet Alpe Lusia erreichst. Dann kommt Soraga. Die Gemeinde San Giovanni di Fassa umfasst die Orte Vigo di Fassa und Pozza di Fassa, wo es Thermalquellen gibt. Dann folgen das kleine Pera di Fassa und der Skiort Campitello di Fassa. Canazei bildet das touristische Zentrum. Dahinter liegen Alba und Penia, ruhig am Talschluss.

Skigebiet Belvedere Col-Rodella

Das Skigebiet Belvedere Col-Rodella thront lässig über Canazei – und das Beste: Die Talstation liegt mitten im Ort. Kein Skibus, ein paar Schritte, einsteigen und ein paar Minuten später steht man schon oben am Berg und fragt sich, warum man noch nie hier gewesen ist? Oben angekommen, spielt das Berg-Panorama groß auf – wie ein „La Montanara“, nur für Skifahrer. Rechts grüßt die Marmolata, in der Mitte die gewaltige Sellagruppe und links, bei der Abfahrt immer im Blick der Langkofel. Spätestens da wird klar: Heute wird nicht nur gefahren, heute wird genossen.

Belvedere Col Rodella@Mattia Rizzi, APT Val di Fasa
Belvedere Col Rodella@Mattia Rizzi, APT Val di Fasa

Die ersten Schwünge ziehen wir über perfekt präparierte Hänge, herausgeputzt wie frisch gebügelte Hotelbettwäsche. Und immer im Blick: Langkofel und Plattkofel, markant, mächtig und einfach fotogen. Da macht selbst der eleganteste Carving-Schwung einen kleinen Hüpfer – und das Skifahrerherz sowieso.

Skifahren Col Rodella

Das Skigebiet Belvedere – Col Rodella ist das sportliche Wohnzimmer von Canazei – nur größer, höher und mit deutlich besserer Aussicht. Zwischen 1.450 und fast 3.000 Metern geht’s hier ordentlich rauf und runter – rund 1.500 Höhenmeter Unterschied, damit die Oberschenkel auch wissen, dass sie im Skiurlaub sind.

Die Pisten? Perfekt geschniegelt. Vor allem rote Abfahrten ziehen sich herrlich abwechslungsreich den Hang hinunter, dazu genug blaue Pisten für alle, die ihre perfekten Schwünge noch lernen möchten, und ein paar schwarze, bei denen selbst sportliche Fahrer kurz respektvoll nicken. Die längste Abfahrt misst gute drei Kilometer – genug Zeit also, um Technik, Stil und vielleicht auch die letzten „ladinischen Schmankerln“ auszubügeln.

Col Rodella mit Skiguide Silvia
Col Rodella mit Skiguide Silvia

Neue 3S-Bahn von Campitello di Fassa auf das Col Rodella

Besonders lässig: Vom Belvedere „skischaukelt“ man ganz entspannt hinüber Richtung Col Rodella, oder man fährt direkt mit der neuen 3S-Bahn von Campitello di Fassa hinauf. Denn im Val di Fassa bringt diesen Winter eine neue 3S-Bahn Skifahrer in nur 6 Minuten von Campitello hinauf auf das Col Rodella. Mit deutlich höherer Kapazität (2.177 Personen pro Stunde) ersetzt sie die alte Seilbahn von 1986 und sorgt vor allem in der Hochsaison für spürbar weniger Wartezeiten. Die modernen Kabinen mit Sitzheizung und Panoramablick machen schon die Auffahrt zum Erlebnis – im Herzen von Dolomiti Superski und direkt an der Sellaronda. Sie gilt aktuell als die bedeutendste Seilbahnerneuerung im gesamten Alpenraum.

3S Capitello@Jacopo Bernard, APT Val di Fasa

Bilder: 3S Campitello@Jacopo Bernard, APT Val di Fasa

Rifugio Friedrich August

Zwischen Col Rodella und Sellajoch duckt sich das Rifugio Friedrich August in die Winterlandschaft – und natürlich mussten wir dort einkehren. Wenn schon keine große Mahlzeit, dann zumindest ein Espresso. Für einen kurzen Italien-Moment ist schließlich immer Zeit. Auf rund 2.300 Metern, direkt am Fuße des Langkofels, verbindet die Hütte alpine Lässigkeit mit stylischer Gemütlichkeit. Die Aussicht? Kinoformat. Die Speisekarte? Gefährlich verlockend. Wir blieben tapfer beim schnellen Kaffee – aber innerlich plane ich schon die Rückkehr hierher, vielleicht im Sommer?

Friedrich August Hütte

Rifugio Salei

Mittags lockt dann das Rifugio Salei: Auf 2.225 Metern, direkt an der legendären Sellaronda, wartet ein echtes Lieblingsplatzerl: das Rifugio Salei. Kaum schwingt man ein, weiß man – hier bleibt man länger als geplant. Sonnenterrasse, exzellente ladinische Küche mit internationalem Touch und ein Panorama auf die Sellagruppe, das fast vom Essen ablenkt. Hier schmecken Knödel und Pasta einfach doppelt so gut.

Ob schneller Einkehrschwung im Self-Service, Pizza mit Pistenausblick, feines à la carte Menü oder nur ein Spritz in der Loungebar: Die Salei Hütte kann lässig und schick zugleich. Drinnen alpin-gemütlich, draußen eine riesige Sonnenterrasse mit 360-Grad-Panorama, das selbst den größten Skistress sofort wegschmelzen lässt. Und weil Still­sitzen im Skiurlaub ohnehin überbewertet ist, gibt’s täglich Après-Ski mit Tanzmusik und zweimal pro Woche Livemusik. Kurz gesagt: ein Ort zum Auftanken – oder zum gepflegten Ausrasten mit Aussicht.

Rifugio Salei Fassatal

Sellaronda | Fassatal

Wer morgens besonders motiviert ist – oder einfach die richtige Abzweigung erwischt – landet plötzlich nicht mehr in Canazei, sondern irgendwo in Arabba oder gar im Grödnertal. Willkommen auf der berühmten Sellaronda, wo aus einem normalen Skitag ganz schnell eine kleine Dolomiten-Rundreise wird – atemberaubendes Panorama inklusive.

Die Sellaronda führt einmal um das mächtige Sellamassiv und verbindet vier Ski-Hochburgen: Gröden, Alta Badia, Arabba und das Fassatal. Insgesamt warten rund 26 Pistenkilometer (40 km inkl. Lifte) – also genug, damit die Oberschenkel am Abend wissen, was sie getan haben. Ein Tipp: besser vor 10 Uhr starten. Nicht, weil die Aussicht später schlechter wäre, sondern weil man so alle Lifte entspannt erwischt.

Sellaronda Fassatal

Schneeschuhwandern abseits der Pisten

Während ich elegant die Pisten hinunterwedelte, hat sich meine Mama auf die altmodische Art durch den Schnee gekämpft – Schneeschuhe an, Blick nach vorn, und los geht’s. Am Fuße von Plattkofel und Langkofel stapfte sie abseits der präparierten Wege (mit Bergführer!) durch glitzernde Winterlandschaften. Bergführer Cesare hatte für die kleine Gruppe gleich zu Beginn einiges parat: eine solide Einführung in die Kunst des Schneeschuhwanderns – und nebenbei ein Panorama-Quiz der umliegenden Gipfel. Die Berge wurden brav erklärt, auch wenn sich am Ende wohl niemand alle Namen merken konnte. Aber Hauptsache, man weiß: schön sind sie alle.

Dann ging’s los. Mal am Pistenrand auf festem Schnee, mal querfeldein durch weicheren Schnee, und natürlich durfte auch ein Abstecher in den Tiefschnee nicht fehlen. Perfekt, um zu testen, was Schneeschuhe wirklich aushalten – und was die eigenen Beine noch so hergeben.

Knirschender Schnee unter den Füßen, klare Bergluft in der Nase, und immer wieder diese Aussicht, die einem das „Wow“ quasi auf die Stirn schreibt – so sieht Winterglück abseits der Pisten im Fassatal aus. Kurz gesagt: Wer kein Skifahrer ist, kann das Val di Fassa trotzdem in seiner voller Pracht erleben. Am Ende der Schneeschuhwanderung trafen sich Wanderer und Skifahrer wieder auf der Hütte – müde, glücklich und mit fantastischen Eindrücken und Erinnerungen aus dem Fassatal.

Hinauf ging’s bequem mit der Bahn von Pian Frataces, zurück natürlich ebenfalls. Rund eineinhalb Stunden war die Gruppe unterwegs – Schneeschuhwandern schaut gemütlich aus, hat aber durchaus sportliche Ambitionen.

Ski Area San Pellegrino im Fassatal

Ein weiterer Skitag führt uns nach San Pellegrino. Weite Hänge, sportliche Abfahrten und überraschend viel Platz auf den Pisten machen das Gebiet besonders entspannt. Das Skigebiet in San Pellegrino liegt zwischen dem Passo San Pellegrino und Falcade. Zuerst carven wir am Fuße der Costabella, dahinter die mächtige Marmolata. Highlight ist die Fahrt mit der Seilbahn hinauf auf den Col Margherita (2.513 m), auf der gegenüberliegenden Seite mit Blick auf die steile „La VolatA“!

Skifahren Fassatal, San Pellegrino

Skifahren Fassatal, San Pellegrino

Skifahren Fassatal, San Pellegrino

Oben angekommen: einmal tief durchatmen. Es eröffnet sich ein atemberaubender Rundblick über die Dolomiten, bevor eine lange, abwechslungsreiche Abfahrt ins Tal wartet. Doch zuerst blicken wir wieder hinüber zur Costabella, auf der anderen Seite – irgendwo in der Ferne ein markanter Felskoloss, der Gebirgszug des Pale di San Martino. Ein herrlicher Ort zum Skifahren! Breite Pisten, super Schnee und für alle Ansprüche die richtige Abfahrt dabei: mal genussvoll, mal sportlich, mal mit ordentlich Zug unter dem Ski. Wer wissen will, ob die Oberschenkel wirklich trainiert sind, probiert die „La VolatA“: superschnell, technisch anspruchsvoll und Weltcup-erprobt.

InAlto: Dolomitenkino auf dem Teller

Einkehrschwung gefällig? Im modernen Rifugio InAlto treffen stylisches Ambiente und alpine Küche aufeinander. Auf 2.514 Metern, oben am Col Margherita, steht ein Restaurant, bei dem man nicht weiß, was mehr beeindruckt – der Teller oder das Panorama: das InAlto. Hier verschmelzen Dolomitenkino und Haubenküche zu einer ziemlich lässigen Liaison. Während draußen die Gipfel posieren, zaubern drinnen Alfio Ghezzi und Marco Donazzolo zeitgenössische Gerichte, die geschmacklich locker mit der Aussicht mithalten.

Hier wird Regionalität nicht beworben, sondern gelebt. Die Zutaten stammen fast ausschließlich von Bauern und kleinen Produzenten aus Trentino-Südtirol – kurze Wege, volle Frische, ehrlicher Geschmack. Gekocht wird im Rhythmus der Jahreszeiten, mit dem, was die Region gerade hergibt. Fertigprodukte kommen hier nicht auf den Teller. Stattdessen entsteht jedes Gericht täglich in Handarbeit – mit Respekt vor dem Produkt und echter Leidenschaft für die alpine Küche. So gab’s bei mir an diesem Tag Kaninchen mit Polenta und zum Nachtisch ein Tiramisu zum Niederknien.

Die Anreise? Kein Hochleistungssport nötig. Vom Passo San Pellegrino geht’s bequem mit der Seilbahn hinauf – einsteigen, hochfahren, staunen, genießen. Für Skifahrer geht’s direkt von der Bergstation ins Restaurant.

Col Margherita, InAlto

Col Margherita, InAlto
Ich liebe dieses Bild!

Hotel Locanda degli Artisti in Canazei

Am Abend genießen wir die herzliche Atmosphäre in unserem Hotel Locanda degli Artisti in Canazei – viel Holz, noch mehr Kunst und Gastgeber, die einen kulinarisch in den siebten Himmel heben.

Hotel Locanda degli Artisti, Zimmer

Rifugio Fuciade – Mondschein, Pistenraupe und ziemlich viel Genuss

Du möchtest einen romantischen Abend im Val di Fassa erleben? Wir haben einen Ausflug zum Rifugio Fuciade gemacht. Fast Vollmond, glitzernder Schnee und über uns die Dolomitengipfel rund um den Passo San Pellegrino. Die Abholung erfolgt stilecht: mit einer Pistenraupe samt Anhänger. Kurz durchgeschüttelt, ein bisschen Abenteuer – und schon taucht mitten in der nächtlichen Winterlandschaft das Rifugio Fuciade auf. Warmes Licht, knisternde Hüttenstimmung und drinnen wartet bereits ein Gourmetabend auf uns.

Rifugio Fuciade

Am Herd steht Küchenchef Martino Cuel, der die Aromen der Berge außerordentlich souverän auf den Teller bringt. Regionale Zutaten, ladinische Wurzeln – aber mit Blick über den Tellerrand Richtung italienische Küche. Ladinische Tradition trifft Mittelmeer, und das ziemlich gelungen.

Los ging mit einer kleinen Überraschung aus der Küche: einer Praline aus Rona – also roter Rübe – und Kartoffel. Klingt ungewöhnlich, schaut großartig aus und schmeckt tatsächlich genauso gut. Als Appetizer folgte eine großzügige Runde ladinischer Speck- und Wurstspezialitäten, begleitet von eingelegtem Gemüse – genau das Richtige, um den Appetit endgültig auf Betriebstemperatur zu bringen. Danach kam eine Gerstensuppe auf den Tisch, die schlichtweg ein Gedicht war.

Beim Hauptgang wurde es herzhaft: saftige Schweinerippchen mit Kartoffeln und Kohl – ehrliche Bergküche, wie man sie sich nach einem Tag im Schnee wünscht. Zum Abschluss dann Apfelstrudel. Sehr gut, keine Frage … auch wenn wir in Österreich natürlich behaupten, dass wir den noch ein kleines bisschen besser können.

Dazu passt der Weinkeller: über 600 Flaschen, viele aus Trentino und Südtirol, aber auch internationale Versuchungen. Und als Bonus wirkt der Keller fast wie ein kleines Museum – inklusive einer erstaunlichen Sammlung alter Ziehharmonikas.

Wer im Winter hinauf zum Rifugio Fuciade will, hat zwei Möglichkeiten: rund 40 Minuten romantischer Spaziergang durch den Schnee – oder die deutlich bequemere Variante per Pistenraupe (kostenpflichtig). Beides endet garantiert mit einem sehr guten Abend.

Refugio Fuciade@Mattia Rizzi, APT Val di Fasa
Refugio Fuciade@Mattia Rizzi, APT Val di Fasa

Ladinische Sprache und Kultur

„Bondi!“ grüßt man mich im Fassatal – klingt gemütlich, oder? Auf Italienisch heißt das „Buon giorno“, auf Deutsch schlicht „Guten Tag“ und bei mir zuhause „Griass di“. Aber hier, in diesem kleinen Sprachparadies zwischen den Dolomiten, spricht man Ladinisch. Sprache, sagt man, verbindet – und ja, manchmal trennt sie auch. Aber hier im Fassatal hat sie eindeutig Herz. Ich mag’s, wenn man gleich hört, wo jemand herkommt. Der Klang der Stimme verrät doch viel mehr als ein Reisepass oder eine Ortstafel. Das Ladinische ist hier kein Relikt, sondern gelebte Identität – und rund 6.000 Menschen im Fassatal halten die Sprache am Leben.

Und das Beste: Sie sind damit nicht allein! Auch in den Nachbartälern – dem Gadertal und Grödner Tal in Südtirol sowie rund um Buchenstein und Cortina d’Ampezzo in der Provinz Belluno, das schon zu Venetien gehört – wird Ladinisch gesprochen. Ein sprachlicher Familienbund rund ums mächtige Sellamassiv, vereint durch Geschichte, Berge und ein gutes Stück Stolz. Wer tiefer in diese faszinierende Kultur eintauchen will, sollte sich das Museo Ladin de Fascia in Pozza di Fassa nicht entgehen lassen. Da wartet eine Zeitreise durch Sprache, Tradition und Geschichte.

Gran Festa da d’Istà in Canazei im Fassatal

Wenn der Sommer im Val di Fassa langsam seine Koffer packt, dreht Canazei noch einmal richtig auf. Mitte September steigt hier die Gran Festa da d’Istà – das große Sommerfinale mit allem, was in den Dolomiten Spaß macht: gutes Essen, Musik und jede Menge gute Laune. Im Festzelt duftet es nach ladinischen Spezialitäten, draußen spielen zünftige Musikgruppen – gerne auch mit ordentlich Oberkrainer-Schwung. Kurz gesagt: Stimmung garantiert, Tanzen optional, Mitschunkeln fast unvermeidlich.

Der Höhepunkt ist der farbenfrohe Umzug durch den Ort. Musikkapellen und Trachtengruppen aus den ladinischen Tälern – etwa aus dem Fassatal, dem Gadertal oder dem Grödnertal – ziehen durch die Straßen und feiern gemeinsam ihre Kultur.

Dolomiten UNESCO Weltnaturerbe

Die Dolomiten spielen übrigens nicht nur landschaftlich in der Champions League – sie stehen seit 2009 auch offiziell auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbe. Und wer einmal hier gestanden hat, weiß: völlig zu Recht.

Das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten umfasst gleich neun spektakuläre Teilgebiete, darunter die ikonischen Drei Zinnen, die wilden Felsformationen von Puez-Geisler Naturpark, die beeindruckende Bletterbachschlucht oder das weitläufige Gebiet Fanes-Sennes-Prags. Dazu kommen unter anderem Schlern-Rosengarten Naturpark, die mächtige Marmolata sowie die Gebirgsgruppen Pelmo-Croda da Lago, Bosconero und die Friulanische Dolomiten.

Kurz gesagt: ziemlich viele gute Gründe, warum man hier ständig stehen bleibt, schaut – und die Kamera zückt.

Karerpass: Anreise mit Dolomitenkino

Die Anfahrt ins Val di Fassa beginnt klassisch: von Salzburg über den Brennerpass und Bozen Richtung Dolomiten. Wir wählen eine schöne Variante weiter über den Karerpass. Auf 1.752 Metern verbindet er das Eggental mit dem Fassatal und liefert ganz nebenbei ein erstes Panorama zum Warmwerden.

Karersee | Lec de Ergobando

Kurz unterhalb des Passes wartet nämlich ein Pflichtstopp: der Karersee. Eingebettet zwischen Rosengarten und Latemar wirkt der See fast ein bisschen märchenhaft – was vermutlich erklärt, warum sich hier schon Persönlichkeiten wie unsere Kaiserin Sisi, Agatha Christie, Karl May oder Arthur Schnitzler inspirieren ließen.

Im Winter zeigt sich der „Märchensee der Dolomiten“, in dem Sagen zufolgen eine Wassernixe lebt, allerdings in seiner stillen Variante: zugefroren, verschneit und herrlich ruhig. Ein kurzer Rundweg führt in etwa 20 Minuten um den See – perfekt, um sich nach der langen Autofahrt die Beine zu vertreten. Und ja, die kleine Hängebrücke beim Parkplatz musste natürlich auch ausprobiert werden. Wenn man schon hier ist, kann man schließlich nicht einfach daran vorbeigehen.

Im Sommer schimmert der See übrigens in allen möglichen Farben – deshalb nennen ihn Einheimische auch Lec de Ergobando, den Regenbogensee. Im Winter dagegen glänzt er in elegantem Weiß. Dolomitenkino bleibt es trotzdem.

Karersee, Karerpass

Karersee, Karerpass

Anreise nach Canazei im Fassatal

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Innsbruck (160 km), Verona (180 km) und Venedig (200 km). Mit der Bahn kannst du bis Bozen oder Trento fahren und dann mit dem Bus oder dem Taxi ins Fassatal anreisen.

Canazei ist mit dem Auto gut erreichbar. Wobei ich mir bei der ersten Recherche dachte, dass du mit dem Auto nur über hohe Passstraßen anreisen kannst. Wir waren mit dem Auto unterwegs und sind bei der Anreise bei Bozen Nord von der Autobahn abgefahren und über den Karerpass ins Fassatal gefahren. Alternativ kannst du über das Grödenertal über das Sellajoch fahren, oder aus Cortina d’Ampezzo kommend über den Falzerego nach Arabba und über das Pordoijoch ins Fassatal anreisen.

Retour sind wir über die viel gemütlichere Bundesstraße über Val di Fiemme und den Passo San Lugano gefahren. Hier kommst du in Auer (Ora) raus und fährst wieder auf die Autobahn in Richtung Brenner auf.

Was kostet ein Skipass im Fassatal?

Die Preise für einen Tages-Skipass für einen Erwachsenen im Skigebiet Belvedere Col-Rodella varieren zwischen 68 und 76 EUR. Im Skigebiet Passo San Pellegrino bezahlt man für einen Tag je nach Saison zwischen 64 und 71 EUR für die Tageskarte (Preise je nach Saison – Stand 03/2026).

Skifahren im Fassatal, Reisebericht

Skiurlaub im Fassatal. Sehr zu empfehlen!

Hier treffen sportliche Action, Postkartenpanorama und dieser lässige alpine Italo-Charme aufeinander. Und ja – Hand aufs Herz – für mich ist es das schönste Skigebiet, das ich je gesehen habe. Die Dolomiten sind halt doch irgendwie die schönsten Berge der Welt! Diese Mischung aus dramatischen Gipfeln, endlosen Pisten und kulinarischen Höhenflügen ist schwer zu toppen. Jeder Tag bringt neue Ausblicke, neue Lieblingsabfahrten und das Gefühl: Genau so muss sich Winter anfühlen!


Vielen Dank an APT Val di Fassa für die Einladung zu dieser Reise. | Titelbild: @Patricia Ramirez, APT Val di Fasa

4 Comments

  1. Schaut nach einem super Skigebiet aus! Ich selbst bin allerdings absolut keine Skifahrerin, Schneeschuhwandern tät ma taugn…

    • Liebe Gudrun, meiner Mama hat das Schneeschuhwandern voll getaugt. Sie mag einfach nicht mehr Skifahren, nach einem Sturz. Da ist das echt eine tolle Möglichkeit, den Schnee und die Berge des Fassatals trotzdem zu genießen. LG Melanie

  2. Ich bin ja gar keine Skifahrerin, kenne aber das Fassatal, Canazei und die Berge ringsum aus dem Sommer. Da ist es dort auch sehr schön. Freu mich schon, da mal wieder hinzufahren!

    • Liebe Gela, ich war zum ersten Mal in Canazei und im Fassatal, und ich möchte zum Wandern unbedingt wiederkommen. Und die Ladinische Kultur fasziniert mich auch. Lässige Leute und eine so eine schöne Gegend! LG Melanie

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