[PR] Kennst du das Gefühl, wenn der Winter noch gar nicht richtig begonnen hat, du aber schon mit angeschnallten Ski auf strahlend weißen Hängen stehst? Genau so ging’s mir Mitte November, denn ich war im Stubaital – genauer gesagt am Stubaier Gletscher – unterwegs. Der Anlass: das Intersport Ski Testival, ein Event, das für Wintersportfans jedes Jahr ein echtes Highlight ist.
Was ist eigentlich ein Ski Testival?
Inhaltsverzeichnis
Falls du den Begriff noch nie gehört hast: Ein Ski Testival ist die perfekte Mischung aus Testen und Festival. Zahlreiche Ski- und Snowboardhersteller sind mit ihren neuesten Modellen vor Ort und du kannst ganz unkompliziert ausprobieren, was die kommende Wintersaison zu bieten hat. Egal ob Race-Carver, All-Mountain-Ski, Freerider oder die neuesten Boots und Bindungen – du schnappst dir das Equipment, das dich interessiert, und ziehst damit direkt los auf die Piste. Dazwischen wird geratscht, gefachsimpelt und natürlich ordentlich gefahren. Für alle, die gerne Material vergleichen, Neues ausprobieren oder über Upgrade-Ideen nachdenken, ist das Testival ein kleines Paradies.
FAQs zum Intersport Testival in Stubai
Laut der offiziellen Testival-Webseite findest du verschiedene Pass-Modelle: Ein 1-Tages-Pass kostet 25 €, ein 2-Tage-Pass 40 € und ein „4 = 3“-Pass (also vier Tage buchen, aber nur drei zahlen) liegt bei 65 €, jeweils ohne Skipass (Stand 2025). Wenn du wirklich viel testen möchtest, lohnt sich das auf alle Fälle. Es ist günstiger, als wenn du dir z.B. die Skier im Skiverleih ausleihst.
Ein gültiger Skipass ist zwingend notwendig, um beim Testival aktiv zu werden – dieser ist nicht im Testival-Pass enthalten. Schau dir hier die aktuellen Preise für den Stubaitaler Gletscher an.
Außerdem musst du bei der Registrierung deinen Testpass vorzeigen, zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis – dieser Ausweis wird für die Dauer des Materialtests einbehalten. Die Pässe kannst du nur online kaufen, es gibt keinen Ticketverkauf direkt vor Ort.
Was das Tagesprogramm betrifft: Das Testival war von 13. bis 16. November 2025 geöffnet, die Testarea (an der Eisgrat-Bergstation auf 2.900 m) hatte donnerstags bis samstags von 09:30 bis 15:00 Uhr geöffnet, sonntags bis 14:30 Uhr.
Es gibt ein vielseitiges Rahmenprogramm („Side Events“): Technik-Workshops, LVS-Sicherheitstrainings mit staatlich geprüften Bergführern, Carving-Sessions mit Skilehrern sowie „Ride with your Pro“-Workshops mit Freeride-Profis. Besonders spannend: das LVS-Grundlagentraining von Ortovox (es werden sogar LVS-Geräte, Schaufel & Sonde zur Verfügung gestellt). Alle Vorträge und Workshops sind mit deinem Testival-Pass kostenlos.
Auch wichtig: Das Testmaterial darf pro Ausleihe ca. 1,5 Stunden verwendet werden.

Mein persönliches Ski-Testfazit – oder: Welche Bretter mir wirklich taugen.
Wenn man denkt, man fährt „ganz normal Ski“, stellt man spätestens beim Testival fest: Aha, so „normal“ ist das alles gar nicht. Denn plötzlich reden alle von Torsion, Dämpfung und Rocker-Profil – und ich denk mir nur: „Der Ski fühlt sich gut an!“ oder „Wackeln die Bretter?“. Genau nach diesem laienhaften System bin ich beim Ski Testival vorgegangen – mit durchaus klaren Ergebnissen für mich.
Und wie fahr ich eigentlich Ski? Tja, diese Frage ist schwieriger, als man denkt. Ich fahr seit Ewigkeiten Ski, aber würde mich nie als „sportliche Fahrerin“ bezeichnen – nicht, weil ich nicht Skifahren kann, sondern weil ich einfach nicht mit 100 km/h die Piste runterbrenne. Dafür bin ich a bisserl zu feig. Ich fahre schon halbwegs flott, aber nicht auf Anschlag. Genau irgendwo zwischen „ich bin sicher kein Anfänger“ und „aber auch keine Rennläuferin“.
Atomic Cloud (153 cm) & Head Super Joy (158 cm): Beide Ski hatten eines gemeinsam: Sie waren mir zu flatterig. Und flatterig heißt für mich: sind sie eventuell zu leicht? Da kann ich mich natürlich auch irren. Vielleicht hab ich sie auch falsch gefahren. Zu wenig rein in die Kurven zu viel Schuss gefahren? Ich weiß es einfach nicht. Aber wenn die Ski unruhig werden, bin „ich“ unruhig. Und das will wirklich niemand. Fazit: Wir drei matchen nicht.
Kästle Rx 9 (162 cm): Hat sich nicht schlecht angefühlt – aber irgendwie war das Ding für mich einfach ein bisschen zu lang. Aber können 5 cm wirklich so viel ausmachen? Ich mag’s geschmeidig. Also: solider Ski, aber wir zwei werden keine Lovestory.
Fischer THE CURV DTI (157 cm): Und dann stand er vor mir – mein Match made in Snow-Heaven. Der Fischer war genau das, was ich brauche: stabil, souverän und geschmeidig zum Fahren. Kein Gezitter, kein Gefühl, gleich abzuheben. Länge perfekt, Fahrgefühl perfekt, Ski-Herz erfüllt. Ganz klar: Sieger meines persönlichen Testivals!
Die Atomic und Head Skier waren mir vom Gefühl her zu flattrig, der Kästle eine Idee zu lang – und der Fischer THE CURV DTI hat sich angefühlt, als wäre er genau für mein „komfortabel-zügig-aber-ohne-Herzinfarkt“-Tempo gebaut. Kurz gesagt: Ich habe nicht jeden Ski auf wissenschaftlichem Niveau analysiert – aber ich weiß jetzt: Der Ski muss zu mir passen, nicht zu irgendeiner Kategorie. Und der Fischer THE CURV DTI macht genau das. Ende der Testival-Geschichte – und Beginn einer neuen Ski-Liaison? Meine Atomic Redster XT sind nun doch schon ein paar Jahre alt.
Ski Accessoires testen
Neben Skiern kannst du auch viel Zubehör und Accessoires testen. Ich hab mir noch eine Sonnenbrille von ALPINA geliehen, deren Gläser sich der Helligkeit angleichen. War sehr angenehm zu tragen und viel besser als meine normale Sonnenbrille. Ich bin eigentlich Brillenträgerin (Gleitsicht) und trage beim Skifahren immer Kontaktlinsen ohne Gleitsicht. Das ist nicht optimal.
Auch einen Skihelm mit dazugehöriger Skibrille von ATOMIC habe ich mir geholt. Unter der Skibrille würde theretisch die optische Brille passen. Muss ich mal probieren. Aber auch hier macht die Gleitsicht bestimmt Probleme beim Runterschauen. An der Ausrüstung gab’s nix zu meckern. Passte perfekt und sah gut aus.

November-Skifahren am Stubaier Gletscher: überraschend genial
Ich wusste natürlich, dass der Stubaier Gletscher für frühe Saisonstarts und ebenso für Sonnenskilauf im Frühling bekannt ist – aber wie gut die Bedingungen bereits im November sein können, hat mich dennoch überrascht. Schon bei der Auffahrt mit der Eisgratbahn war klar: Der Winter ist hier oben angekommen. Schnee auf den Gipfeln, kalte, kristallklare Luft und diese besondere Stimmung, die es nur auf Gletschern gibt.

Die Pisten präsentierten sich – für die frühe Jahreszeit – wirklich gut. Klar, es gab Stellen, die etwas eisig waren, und vereinzelt haben Steine hervorgeschaut. Das ist normal, besonders wenn der Naturschnee noch nicht meterhoch liegt. Aber unterm Strich waren die Bedingungen richtig gut: perfekt, um verschiedenste Skier beim Testival auf Herz und Nieren zu prüfen.
Was ich besonders genossen habe: die Weite des Gletschers. Selbst bei mehr Betrieb durch das Testival verteilt sich die Menge schnell. Ich konnte meine Schwünge ziehen, ohne ständig ausweichen zu müssen. Und wenn dann noch die Sonne rauskommt und die umliegenden Gipfel anleuchtet – ja, genau dann weißt du, warum der Stubaier Gletscher so beliebt ist.


Aussichtsplattform Top of Tyrol
Natürlich musste ich auch das Panorama-Highlight auf dem Stubaier Gletscher besuchen, die Aussichtsplattform Top of Tyrol. Die spektakuläre Kanzel ragt über den Stubaier Gletscher hinaus und bietet dir ein atemberaubendes 360-Grad-Panorama.


Komfortabel unterwegs dank Bus und Gästekarte
Ein Punkt, der mein Wochenende besonders entspannt gemacht hat, war das Busangebot im Stubaital. Wenn du in Neustift oder einem der umliegenden Orte untergebracht bist, kannst du ganz bequem mit dem Skibus zur Talstation fahren. Und das Beste: Mit Gästekarte oder Skikarte ist die Fahrt kostenlos.
Ich habe das voll ausgekostet und bin stressfrei, ohne Parkplatzsuche und ohne Stau direkt zur Eisgratbahn gekommen. Der Bus kommt zuverlässig, hält an vielen Haltestellen im Tal und ich bin praktischerweise direkt vor meinem Hotel ausgestiegen. Gerade an Wochenenden – und besonders bei Events wie dem Testival – ist das eine echte Wohltat. Kein Gedränge am Parkplatz, keine Sorge, ob man noch einen Platz ergattert. Einfach einsteigen, ankommen – Skifahren.
Meine Unterkunft: Alpenhotel Fernau
Untergebracht war ich dieses Wochenende in Neustift im Alpenhotel Fernau. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Es war eine gute Homebase für mein Gletscher-Wochenende. Gemütlich, gastfreundlich und strategisch ideal gelegen. Lies meine Hotel Review dazu.

Fazit: Ein perfekter Saisonstart
Das Wochenende am Stubaier Gletscher war für mich der perfekte Einstieg in den Winter. Das Testival bot die Chance, neues Material auszuprobieren und direkt auf den bestens präparierten Pisten zu testen. Die Bedingungen waren – trotz ein paar eisiger Stellen – überraschend gut für November, und das Busangebot hat das Ganze noch bequemer gemacht.
Wenn du also mit dem Gedanken spielst, die Saison früh zu starten, oder wenn du Lust hast, beim nächsten Testival selbst viele verschiedene Ski auszuprobieren: Das Stubaital ist dafür absolut zu empfehlen. Und der Stubaier Gletscher zeigt einmal mehr, warum er zu den beliebtesten Gletscherskigebieten der Alpen gehört.
Der Winter kann kommen – ich bin bereit. Und vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr beim Testival!
Vielen Dank an den Tourismusverband Stubai Tirol für die Einladung zu dieser Reise.



