Bad Sankt Leonhard im Lavanttal, oft einfach als Bad St. Leonhard bezeichnet, ist eine charmante Stadtgemeinde im Bezirk Wolfsberg in Kärnten. Die Kurstadt liegt eingebettet in den sanften Hügel der Lavanttaler Alpen. Die Stadt ist besonders bekannt für ihre heilkräftigen Schwefelquellen, die seit Jahrhunderten für ihre wohltuende Wirkung auf Körper und Seele geschätzt werden. Als traditionsreicher Kur- und Rehabilitationsstandort zieht Bad St. Leonhard Gäste aus ganz Kärnten und darüber hinaus an, die hier Erholung und neue Kraft finden. Auch ich war im Optimamed Bad Sankt Leonhard auf Reha und habe die Zeit genutzt, um die Umgebung ein wenig zu erkunden.
Neben entspannender Natur gibt es auch kulturell ein bisserl was zu entdecken: Kirchen, alte Burgruinen und stille Zeugen einer bewegten Geschichte. Ein idealer Ort, um Körper und Geist zur Ruhe kommen zu lassen – und gleichzeitig auf Entdeckungstour zu gehen.
Kultur erleben in Bad Sankt Leonhard im Lavanttal
Inhaltsverzeichnis
Wer neben der Reha bzw. Kur etwas Kultur erleben möchte, ist in Bad Sankt Leonhard genau richtig. Denn Bad Sankt Leonhard ist reich an Geschichte – das zeigen die vielen Kirchen, Burgen und Schlösser in und rund um die Stadt. Besonders beeindruckend ist die gotische Pfarrkirche St. Leonhard mit ihren farbenprächtigen Glasfenstern und kunstvollen Altären. Auch die Burgruine Gomarn, die Kunigundkirche, Schloss Ehrenfels oder Schloss Lichtengraben erzählen von vergangenen Zeiten. Einen besonderen Platz nimmt das Schloss Wiesenau ein: Im 19. Jahrhundert traf sich hier der „Wiesenauer Kreis“, dem sogar der kaiserliche Hofastronom Tobias Bürg angehörte.
Sportbegeisterte kommen ebenso auf ihre Kosten: Ob Wandern, Radfahren oder Wintersport – die Möglichkeiten, die Natur rund um Bad St. Leonhard zu erleben, sind vielfältig. Und los ist hier auch immer was – es lohnt sich also den Veranstaltungskalender zu checken.
Burgruine Gomarn
Was hat es mit der Kette der Kirche St. Leonhard auf sich?
Ein schönes Detail der Pfarrkirche St. Leonhard ist die sogenannte Leonhardskette, die die Kirche als Symbol der Gefangenenbefreiung umgibt – eine Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht.

Im Jahr 1480 nahmen Türken in Obdach einen Bauern namens Sturm gefangen. Beim Anblick der Kirche St. Leonhard versprach er, im Falle seiner Flucht eine Kette anfertigen zu lassen, die zweimal um die Kirche reicht. Er konnte entkommen und hielt sein Versprechen: Er ließ eine Kette anfertigen, deren Glieder je einen Schuh lang waren. Seine Familie sollte diese erhalten oder, wenn keine Reparatur nötig war, fünf Groschen opfern. Dieses Versprechen wurde stets eingehalten.
Heiliger Leonhard: Patron, Helfer und Fürsprecher
Die Leonardikirche ist zudem ein Ort, an dem Gläubige im Rahmen von Wallfahrten ihren Dank für Heilungen oder Gebetserhörungen zum Ausdruck bringen. Der heilige Leonhard ist der Schutzpatron der Gefangenen, gilt in Bayern und Österreich als Viehheiliger und wird auch von Schmieden, Schlossern, Obsthändlern und Bergleuten angerufen – außerdem soll er Frauen bei schweren Geburten helfen. Hier findest du mehr zur Geschichte der Kirche Bad Sankt Leonhard.

Wanderungen rund um Bad Sankt Leonhard
Bad St. Leonhard im Lavanttal befindet sich auf etwa 700 Metern Seehöhe und erstreckt sich über eine Fläche von rund 112 Quadratkilometern. Die Lage im Lavanttal sorgt für eine reizvolle Umgebung mit sanften Hügeln, dichten Wäldern und klaren Bächen – ein Paradies für Naturliebhaber, Aktivurlauber sowie Kur- und Rehagäste.
Durch seine zentrale Lage zwischen Pack-, Koralpe, Saualpe und den Ausläufern der Seetaler Alpen ist Bad St. Leonhard ein echtes Wanderparadies. Ob gemütlich im Tal, aktiv auf Höhenwegen oder familienfreundlich auf Panorama-Rundwegen wie z.B. am Klippitztörl – hier findest du für jedes Tempo und Interesse genau die richtige Tour. Die vielseitige Landschaft, liebevoll gepflegte Wanderwege und Einkehrmöglichkeiten machen die Region zu einem lohnenden Ziel für Wanderbegeisterte jeden Alters und Anspruchs.
Somit haben wir auch in der Gruppe schöne Wanderungen unternommen. Während ein Teil der Gruppe gerne mit dem Rad unterwegs war – ist es ein anderer Teil der Gruppe etwas gemütlicher angegangen. Zu dieser Gruppe hab ich gehört 😉 Schön war, dass wir immer einen Weg gefunden haben, die Ausflüge doch gemeinsam zu gestalten.
Wanderweg Feistritzgraben
Die Wanderung durch den Feistritzgraben startet direkt in Bad Sankt Leonhard. Es ist eine schöne Wanderung die zuerst durch die Stadt führt und dann entlang des Feistritzbaches durch den Wald hinauf auf eine Anhöhe, von wo aus du einen wunderbaren Ausblick auf Bad Sankt Leonhard hast. Oben angelangt könntest du dann noch weiterwandern zu einigen Almen wie z.B. der Görlitzen H
ütte, die wir an einem anderen Tag besucht haben. Bei der Feistritzgraben Wanderung gehst du dann wieder über einen schönen Waldweg bergab, bis du wieder bei der Leonardikirche in Bad Sankt Leonhard ankommst. In folgender Beschreibung findest du ungefähr die Route, die wir gegangen sind.

Bei der Wanderung sind uns ganz besondere Steine aufgefallen. Sie ließen sich in Schichten abblättern und sahen dann aus wie perlmuttfarbene Blättchen. Sogar a kleines „Herzerl“ war dabei! Was könnte das sein? Die Antwort darauf habe ich inzwischen bekommen: Es handelt sich um sogenanntes Katzensilber (Muskovit), das hier im Låvnttål häufig vorkommt.
Görlitzer Hütte und Schieflinger Kreuz
Für uns war die Görlitzer Hütte ein „billiges“ Ziel. Wir sind nämlich mit dem Auto raufgefahren um unsere Radfahrer dort in Empfang zu nehmen. Ein paar Meter haben wir zumindest gemacht und sind zum Schieflinger Kreuz hochgewandert, das ist aber wirklich nur 15 Minuten entfernt. Das schöne Kreuz und die tolle Aussicht sind aber wirklich super! Auch die Görlitzer Hütte ist einen Besuch wert. Eine urige Hütte, mit netten Wirtsleuten. So soll eine Almhütte nach meinem Geschmack sein.



Als Wandertipp möchte ich folgendes mitgeben: Bei einer Hütten Rundwanderung auf der Packalpe kommst du neben Knödelhütte, Bernsteinhütte u.v.m. auch bei der Görlitzer Hütte vorbei. Die Wanderung gibt mit über 16 km Länge gut aus, ist aber aufgrund der hohen Hüttendichte genau nach meinem Geschmack 😉
Sabathyhütte zur Winterleitenhütte (Zirbitzkogel)
Der Zirbitzkogel ist mit 2.396 Metern der höchste Berg der Seetaler Alpen und zugleich der gesamten Lavanttaler Alpen. Er befindet sich südlich des oberen Murtals in der Steiermark, und an seinem Südhang hat die Lavant ihren Ursprung. Von Bad Sankt Leonhard beträgt die Anfahrt nach St. Wolfgang nur etwa 20 km. Also ein absolut lohnenswertes Ausflugsziel!
Wir starten unsere Tour am gebührenpflichtigen Parkplatz der Sabathyhütte (1.620 m). Von hier folgst du dem markierten Weg Nr. 32 – auch „Ho-Chi-Minh-Pfad“ genannt – in Richtung Winterleitenhütte. Der Pfad führt kurz steil über die Wiese hinauf, und geht dann weiter durch schattige Wälder und über offene Almwiesen. Mit jedem Höhenmeter werden die Blicke ins Tal und auf die umliegenden Gipfel beeindruckender.


Und hier im Zirbenland gibt’s natürlich auch viele Zirben – wir haben sogar ein paar Zirbenzapfen gefunden. In den Hütten haben wir dann die Produkte aus der Zirbe probieren müssen 😉 eh klar!
Nach circa einer Stunde erreichen wir die Winterleitenhütte auf 1.782 m. Sie liegt idyllisch am Fuße des Zirbitzkogels am kleinen Winterleitensee und lädt zu einer Rast ein. Hier kannst du entweder gemütlich einkehren und später über den Forstweg zurück zur Sabathyhütte wandern – oder den Gipfel des Zirbitzkogels in Angriff nehmen. So hat es der Großteil unserer sportlichen Gruppe gemacht, leider hatten sie am Gipfel keine gute Aussicht. Wir hatten am Rückweg zur Sabathyhütte dafür recht viel Spaß mit den sehr „zutraulichen“ Schmetterlingen!




Feine Brände & Essige von der Manufaktur Müller
Hast du schon mal eine Essigverkostung gemacht? In der Manufaktur Müller in Bad St. Leonhard haben wir spannende Einblicke in die Kunst der Destillation erhalten. Bei einer Führung haben wir von Herbert erfahren, wie hochwertige Edelbrände und feine Essige entstehen – von der Auswahl der Früchte bis zur Reifung. Im Anschluss kannst du die Produkte direkt verkosten und dich selbst von der Qualität überzeugen. Besonders edel fand ich den Ribiselbrand und den charaktervollen Lavanttaler Gin, der fast so gut schmeckt wie der Koppler Moor Gin von meinem Onkel Hermann. Beide gingen übrigens in unterschiedlichen Jahren als Sieger der Alpen-Adria-Verkostung hervor! Auch die Vielfalt an Essigen überraschte mich mit intensiven Aromen.

Reha im Optimamed Bad Sankt Leonhard
Meine Erfahrung mit der Stoffwechsel-Reha im Optimamed Bad Sankt Leonhard war durchwegs positiv. Das Haus ist überschaubar und sowohl das medizinische als auch das Pflege- und Servicepersonal haben meinen Aufenthalt sehr angenehm gemacht.

Als Typ-2-Diabetikerin habe ich dort eine dreiwöchige Reha absolviert und war mit den Ergebnissen sehr zufrieden: Ich konnte über sechs Kilo abnehmen (zuhause kamen noch einmal zwei Kilo hinzu), mein Bauchumfang verringerte sich um 9 cm und auch mein HbA1c-Wert hat sich deutlich verbessert.

Viele Routinen, die ich von der Reha mitgenommen habe, kann ich auch zuhause weiterhin umsetzen. Das sind z.B. der Verzicht auf Schokolade, so gut wie keine Zwischenmahlzeiten zwischen den Hauptmahlzeiten und viel, viel Bewegung. Das ist für mich eigentlich auch der wichtigste Punkt, denn wenn ich in Bewegung bleibe – dann zieht das automatisch eine bewusstere Ernährung nach sich und bringt vor allem Freude und Leichtigkeit in mein Leben.

Die Rehaanstalt liegt nur wenige Schritte vom Ortszentrum entfernt. Hier hast du Einkaufsmöglichkeiten und ein paar nette Kaffeehäuser. Unser Favorit: Sissy’s Café! Du möchtest ein regionales Souvenir mit nach Hause bringen? Bei Sissy bekommst du gschmackige Kärntner Reindlinge, sogar ohne „Weinbeerln“!
Eindrücke Optimamed Bad Sankt Leonhard






















