Südafrika Garden Route Highlights

Garden Route Südafrika: Highlights & Sehenswürdigkeiten

[Gastbeitrag] Im Süden von Südafrika lädt die Garden Route zu einem wundervollen Roadtrip entlang der Küste ein. Angela vom Reiseblog unterwegs mit Kind hat sie zu viert im Mietwagen erkundet und verrät in diesem Gastbeitrag ihre persönlichen Garden Route Highlights.

Mit meiner Reise an die Garden Route ging im Herbst 2017 ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Kennengelernt hatte ich die grüne Südküste des afrikanischen Kontinents schon 2007, aber nur kurz. Beruflich hatte ich in Knysna und Umgebung zu tun. Schon damals stand fest, dass ich mir diese traumhafte Küstenlandschaft genauer ansehen möchte. 2009 war ich dann noch einmal für drei Tage in der Kap-Region, bevor es durch das Westkap nach Namibia ging. Die wichtigsten Garden Route Highlights habe ich dann schließlich bei einem dreiwöchigen Roadtrip mit einer Freundin und Kindern kennengelernt. Unsere Route führte uns vom Addo Elephant Park bis Kapstadt. Dieser Beitrag bietet einen groben Überblick über unseren Südafrika Roadtrip an der Garden Route.

Garden Route Highlights in Südafrika

Meine persönlichen TOP 12 an der Garden Route liste ich hier aber in der umgekehrten Richtung auf – von West nach Ost, da das die Richtung ist, die die meisten wählen.

1. Die Pinguine von Boulders Beach

Genau genommen zählt Boulders Beach noch nicht zur Garden Route. Denn der Strandabschnitt im ruhigen Ort Simon’s Town liegt an der Ostküste des Kaps. Da aber die internationalen Flüge in den Süden von Südafrika ohnehin in Kapstadt landen, bietet sich Boulders Beach als erste Gelegenheit an, um in Südafrika wilde Tiere zu erleben.

An der False Bay siedelt eine immer größer werdende Kolonie der kleinen Brillen-Pinguine. Ein Rundweg führt auf Holzstegen mitten hinein in die Kolonie. Wir sehen nicht nur die putzigen Lauf- und Schwimmvögel, sondern auch ihre Nester. Manchmal warten dort heranwachsende Tiere in der Mauser auf ihre Eltern. Wer sich traut: Am Nachbarstrand kann man sogar mit den Pinguinen baden. Mehr Ausflugstipps für Kapstadt und die Kaphalbinsel.

Südafrika Garden Route Pinguine Boulders Bay
Pinguine Boulders Bay

2. Cango Caves bei Oudtshoorn

Auch Oudtshoorn gehört nicht im engeren Sinn zur Garden Route. Sehenswürdigkeiten bietet die Umgebung der Stadt in der Klein Karoo dennoch gleich mehrere. Und sie liegen mehr oder weniger auf der Strecke bei einem Roadtrip von Kapstadt an die Garden Route. Spektakulär sind die Cango Caves nördlich von Oudtshoorn. Durch einen riesigen unterirdischen Saal betreten wir eine ganze Reihe von Tropfsteinhöhlen, die tief in den Berg hineinführen. Nicht nur die Höhlen, auch die Tropfsteingebilde sind gigantisch und unglaublich vielfältig.

Wer in Oudtshoorn ist, besucht meist auch eine Straußenfarm. Das haben wir ausgelassen und stattdessen einen Tages-Roadtrip durch die beeindruckende Meiringspoort-Schlucht ins verschlafene Karoo-Dorf Klaarstrom unternommen. Am Wasserfall lohnt sich ein Stopp.

Südafrika Garden Route Cango Cave
Cango Cave bei Oudtshoorn

3. Schwimmen, Surfen und Spazieren in Victoria Bay

Nur wenig östlich von George – der einzigen richtigen Großstadt an der Garden Route – liegt Victoria Bay. Sie ist die westlichste Bucht an der Garden Route, die ich kennengelernt habe. Wegen ihrer angenehmen Atmosphäre und den vielfältigen Möglichkeiten zähle ich sie zu den Garden Route Highlights. An kaum einem anderen Ort der Garden Route haben wir schwarze und weiße Familien so selbstverständlich miteinander erlebt und uns so sicher gefühlt. Zum Schwimmen ist Victoria Bay zwar nur an windstillen Tagen geeignet. Dafür gilt sie als einer der Surf-Hotspots in Südafrika, und auch für einen Spaziergang bietet sie sich an: An die Surflegenden, die hier ihre ersten Erfahrungen auf dem Board gemacht haben, erinnern Gedenksteine entlang der Küstenpromenade. Deren Ende – das sogenannte Lands End – ist künstlerisch als Garten gestaltet.

Südafrika Garden Route Victoria Bay
Victoria Bay an der Garden Route

4. Aussichtspunkt Dolphin Point

Auf der Weiterfahrt auf der Küstenstraße nach Wilderness lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp am Dolphin Point. Die Aussicht über die Küstenlinie von Wilderness und darüber hinaus ist einfach fantastisch. Wer einige Stufen hinab steigt, hat auch Ausblick die Mündung des Kaimans River mit der alten Eisenbahnbrücke.

Garden Route Highlight Dolphin Point
Dolphin Point

5. Aussichtspunkt Map of Africa

Zwischen Victoria Bay und Wilderness liegt ein weiterer Aussichtspunkt in den Bergen. Wir erreichen den Parkplatz vom Ortszentrum von Wilderness aus in etwa 15 Minuten. Tief unter dem Aussichtspunkt schlängelt sich der Kaimans River durch eine grüne Schlucht. Auf seinem Weg zeichnet er die Umrisse Afrikas nach. Daher rührt der Name Map of Africa.

Garden Route Highlight: Map of Africa
Garden Route Highlight: Map of Africa

6. Wandern in Wilderness

Die gesamte Garden Route bietet sich zum Wandern an, denn die Nähe von Bergen und Meer bietet einfach großartige Landschaftserlebnisse. Und genau diese Naturspektakel sind die wahren Sehenswürdigkeiten an der Garden Route.

Besonders vielfältig sind die Wandermöglichkeiten rund um den kleinen Ort Wilderness. Dort laden gleich drei verschiedene Kingfisher (Eisvogel) Trails zur Naturerkundung im Wilderness Nationalpark ein. Permits für die Trails gibt es vor Ort gegen eine Gebühr.

Mit Ausdauer kann man an einem Tag beeindruckende Wasserfälle in den Bergen, eine feuchte Flussebene und die naturgeschützte Küste östlich der Wilderness Beach Front durchlaufen. Man kann die Strecke aber auch in Abschnitten wandern. Der beliebteste Abschnitt ist der Half Collared Kingfisher Trail, der durch Urwald an einem Fluss entlang zu einer Reihe von Wasserfällen führt.

Garden Route Südafrika: Wilderness am Kingfisher Trail
Wilderness am Kingfisher Trail

7. Knysna Heads

Ein weiteres Naturschauspiel bieten die sogenannten Knysna Heads. Den westlichen „Kopf“ des Festlands, das die Knysna Lagune vom offenen Meer abgrenzt, muss man sich nach einer Fahrt über die Lagune mit einer Wanderung erarbeiten. Der östliche ist dagegen leicht mit dem Auto und einem kurzen Spaziergang erreichbar.

Die Aussicht ist spektakulär. Quasi senkrecht stürzen Richtung Süden die Felswände in den Indischen Ozean. Richtung Norden schichten sich an den grünen Hügeln hinter der riesigen Lagune die Häuser von Knysna auf. Als wir im südafrikanischen Frühling dort waren, haben entlang der Aussichtspromenade zudem zahlreiche exotische Büsche und Blumen geblüht, die wiederum Vögel anzogen, die wir nie zuvor gesehen haben.

Garden Route Highlight: Knysna
Garden Route Highlight: Knysna

8. Wale, Delfine und Robben in Plettenberg Bay

In Plettenberg Bay lohnt sich ein Bootsausflug, um Delfine und Wale aus der Nähe zu sehen. Vor allem im südafrikanischen Winter und Frühling bis November stehen die Chancen, Delfine und Wale in der ausgedehnten Bucht zu sehen, ziemlich gut. Manchmal kann man die Tiere oder ihren Blas hier sogar vom Land aus sehen.

Bei einem Bootsausflug kommt man aber viel näher an sie heran. Außerdem fahren die Ausflugsboote in Plettenberg auch die Halbinsel Robberg an. Auf den roten Felsen von Robbergs Nature Reserve lebt eine große Kolonie von Robben und Seelöwen.

Plettenberg Robberg
Plettenberg Robbergs Nature Resort

9. Bungeejumper an der Bloukrans Brigde

Unter den Garden Route Sehenswürdigkeiten gibt es auch einige, die von Menschenhand gemacht sind. Zu ihnen zählt die Bloukrans Brücke. Die gigantische Bogenbrücke überspannt die nicht minder beeindruckende Schlucht des Bloukrans River. Dort geht es so tief hinab, wie sonst nirgends auf der Welt – jedenfalls für Bungeejumper. Wer Mut mitbringt, probiert es selbst. Alle anderen üben sich in Geduld und beobachten die Springer. Ein Adrenalinkick ist in jedem Fall garantiert.

Bloukrans Bridge
Bungeejumping von der Bloukrans Bridge

10. Canopy und Küstenwandern im Tsitsikamma Nationalpark

Um Adrenalin geht es auch einige Kilometer weiter östlich im Tsitsikamma Village. Dort starten die Canopy-Touren durch den Küsten-Urwald des Tsitsikamma Nationalparks. Mit Affenzahn flitzen wir an Drahtseilen von Baum zu Baum und geraten dabei im bergigen Gelände immer höher hinauf. Während der Pausen können wir die Kronen der Urwaldriesen im Detail studieren.

Kaum weniger spektakulär ist ein Spaziergang am Storms River Mouth im Tsitsikamma Nationalpark. Die Meeresbrandung tost um zerfurchte Felsen, auf denen Dassis (Klippschliefer) sitzen. Die breite Schlucht des Storms River überqueren wir auf einer Hängebrücke. Eine weitere wartet auf dem Rückweg auf uns. Wer will, kann hier tagelang einsam an der Küste entlangwandern.

Garden Route Tsitsikamma Nationalpark

Garden Route Tsitsikamma Nationalpark
Garden Route Tsitsikamma Nationalpark

11. Sundays River Beach Colchester

Komplett anders zeigt sich die Küste des Indischen Ozean hinter Port Elizabeth. Bei Colchester erreichen wir mit dem Auto durch einen Campingplatz, an dem wir Maut zahlen, die weißen Sanddünen von Colchester. Wir stehen am Anfang eines kilometerlangen, breiten und menschenleeren Dünenstrandes, wie ein Blick von der ersten großen Düne zeigt. Der Indische Ozean hat hier auch schon im Oktober eine angenehme Temperatur. Die Brandung nötigt uns dennoch Respekt ab. So vergnügen wir uns einfach auf dem riesigen Sandspielplatz – für uns die Alternative zu den Dünen im De Hoop Nature Reserve, das wir ausgelassen haben.

Garden Route: Sanddünen von Colchester
Garden Route: Sanddünen von Colchester

12. Addo Elephant Park

So wie Kapstadt den fulminanten Auftakt eines Roadtrips an der Garden Route markiert, bietet sich der Addo Elephant Park mit unzähligen Wildtieren als Höhepunkt zum Abschluss an. Deshalb zählt der Nationalpark unstrittig zu den Garden Route Highlights. Mit einem Mietwagen könnt ihr dort eine Self Drive Safari unternehmen. Neben Elefanten haben wir Zebras, Büffel, Gnus, unzählige Böcke und die lustigen Warzenschweine gesehen – ganz zu schweigen von vielen verschiedenen Vogelarten. Im südlichen Teil des Parks soll es auch Löwen geben. Die Chancen den nachtaktiven Wildkatzen zu begegnen, sind jedoch tagsüber gering. Aber was macht das schon angesichts all der anderen Tiere. Mehr über unsere Safari mit Kindern im Addo Elephant Park.

Garden Route: Addo Elephant Park

Addo Elephant Park
im Addo Elephant Park

Mehr Garden Route Highlights

Das war nun eine Zusammenstellung der größten landschaftlichen Highlights an der Garden Route. Doch die Südküste von Südafrika kann nicht nur in Sachen Landschaft großes Kino.

Auf keinem Roadtrip hatte ich bisher so tolle Unterkünfte wie an der Garden Route – sei es mit direktem Strandzugang und Terrasse mit Delfinblick oder in einer noblen englischen Villa. Mehr über unsere Unterkünfte an der Garden Route. Dabei hat das Preis-Leistungs-Verhältnis immer gestimmt. In einem extra Beitrag habe ich aufgeschlüsselt, was 3 Wochen Südafrika mit Kindern kosten.

Auch das Essen und selbst kleine Snacks und Shoppingerlebnisse zählen für mich zu den unzähligen Gründen für eine Reise an die Garden Route. Wenn ich jetzt beim Schreiben dieses Beitrags daran zurückdenke, erscheint mir die ganze Reise wie ein einziges großes Highlight. Dabei haben wir einige der Garden Route Highlights ausgelassen, wie etwa die Wal-Stadt Hermanus, Cape Agulhas, Swellendam, Mossel Bay oder den Surfer-Hotspot Jeffreys Bay. Das sind noch einmal fünf Gründe, bald wieder an diesen unglaublich schönen Flecken Erde zu reisen. Ich kann es kaum erwarten.


Angela ist so oft es geht unterwegs mit Kind. Sie ist Reisebloggerin, alleinerziehende Jungs-Mama, Journalistin, Hobbyfotografin, Wahlberlinerin, Radfahrerin, Roadtripperin und Wandervogel. 100% unternehmungs- und reiselustig, 100% authentisch, 100% naturbegeistert. Auf folgenden Kanälen könnt ihr die sympathische Angela auf ihren Reisen begleiten:

2 Comments

  1. Das hört sich nach einer tollen Reise an! Wir haben seinerzeit nur den Nordosten Südafrikas besucht. Der Süden scheint aber auch einen Blick wert zu sein …

    • Liebe Sabine, schon lange steht Südafrika auf meiner Liste, darum freue ich mich über die schönen Eindrücke dieser Reise ganz besonders!

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