Aquileia, Grado, Triest & Duna Verde: Entdecke Friaul & Julisch Venetien

Historische Stadtzentren, Straßencafés, lange Sandstrände, Sonnenuntergänge über dem Meer, Kultur und obendrein noch eine melodische Sprache – ja, Italien hat schon was. Wer dieses besondere Flair genießen will, muss nicht unbedingt eine lange Fahrt auf sich nehmen. Die Region Friaul-Julisch Venetien punktet durch vieles. Vor allem durch die kurze Anreise mit dem Auto. Von Graz bis Grado sind es nicht einmal 4 Stunden Fahrtzeit und ab Wien oder München gerade mal fünfeinhalb. Besonders dann, wenn man nur kurz mal weg will oder Kinder dabei hat, ist eine kurze Anreise doch ein wesentliches Kriterium für einen stressfreien Start in den Urlaub. Ein Punkt, der in unsere letzte Urlaubsplanung mit eingeflossen ist. Genauso wie die Tatsache, dass wir gerade einmal 5 Tage Zeit zur Verfügung, ein Kind mit dabei sowie den Wunsch hatten, einen Badeurlaub mit einigen Städtetrips zu verbinden. Und ich sage euch: Wir haben echt das Beste rausgeholt, als wir nach Friaul-Julisch Venetien gefahren sind. Dabei führte uns der erste Urlaubstag nach Aquileia.

Ein Tag in Aquileia: archäologische Ausgrabungen und weitere Highlights

Aquileia ist eine kleine, überschaubare Stadt, die eine viertel Stunde von Grado entfernt im Landesinneren liegt. Direkt an der Straße, die durch Aquileia führt, liegt das Tourismusbüro und gleich daneben ein großer Parkplatz. Beides ist leicht zu finden. Um die archäologischen Ausgrabungen und die Basilika zu besichtigen, zahlt man hier den Eintritt.

Platz vor der Basilika Aquileia

Mein Tipp: Kauft euch die FVG Card.

Mit der FVG-Card habt ihr Zutritt zu allen Sehenswürdigkeiten in Aquileia und darüber hinaus noch jede Menge Vergünstigungen und kostenlose Eintritte in der gesamten Region Friaul-Julisch Venetien. Mit dem 48h-Ticket in der Tasche sind wir dann los gestartet. Die Tour entlang der historischen Ausgrabungen beginnt nur wenige Meter vom Tourismusbüro entfernt, wofür man entweder eine Führung in englischer oder italienischer Sprache oder einen Audio-Guide buchen kann. Wir haben uns für letzteres entschieden. Der Rundweg führt vorbei am römischen Forum und dem Flusshafen bis hin zur Basilika, die ein besonderes Highlight ist. Ganz besonders die Mosaikböden, die aus verschiedenen Epochen stammen und in mehreren Schichten übereinander liegen. Besichtigen kann man auch den Glockenturm, von dem man einen Ausblick bis zum Meer hat. Im Anschluss chillen im Café direkt neben der Basilika und das Treiben auf dem Platz beobachten – ja, so lässt es sich leben.

Tipp: Vor den Toren von Aquileia befindet sich die gleichnamige Distilleria. In der Brennerei gibt es einen der besten Grappe zu kaufen, den Grappa La Centenara Gran Riserva, in Eichefässern gereift. Unbedingt probieren! 

Mit dem Rad durch Grado: Altstadtflair und ein Restaurant-Tipp

Am Abend sind wir weiter nach Grado gefahren und eine Nacht geblieben. So wie fast jedes Hotel in Grado hatte auch unsere Unterkunft einen kostenlosen Räderverleih für Gäste. Es war eine lustige Sache, am Abend in die Altstadt zu radeln. Vor allem für unseren Sohn. Wobei ich euch rate, schaut euch das Rad gut an, bevor ihr aufsteigt und losfahrt. Die meisten Drahtesel sind echt wackelig und drohen fast schon auseinander zu fallen. Zumindest war das bei den Rädern der Fall, die uns zur Verfügung standen. Den zehn Minuten Fahrt ins Stadtzentrum haben sie jedoch Stand gehalten. Zum Glück. Weiter wäre ich damit sicher nicht gefahren.

Beim Flanieren durch Grado sind wir auf ein echt gutes Restaurant gestoßen, das direkt im Zentrum liegt. Es heißt Duca D‘Aosta und liegt in der Fußgängerzone. Solltet ihr daran vorbeikommen – hineinschauen lohnt sich. Das Essen ist zwar nicht ganz billig, dafür echt lecker. Besonders die Torten. Die muss man probiert haben!

Kostenlose Schifffahrt nach Triest: Die FVG Card macht‘s möglich

Von Grado ging‘s weiter nach Triest. Und zwar mit dem Schiff. Die Fahrt war mit der FVG Card kostenlos, die wir zuvor in Aquileia gekauft hatten. Rund eine Stunde sind wir über das Meer geschippert. Für unseren Sohn war das ein echt nettes Erlebnis. Ich war schon viele Male in Triest und finde es immer wieder bezaubernd. Nur dieses Mal war es mir zu überlaufen.

Mein Tipp: Die optimale Zeit für einen Triest-Trip ist im Frühling, zu Ostern zum Beispiel.

Die beste Reisezeit für Triest ist meiner Meinung nach der Frühling – beispielsweise um Ostern herum, da ist noch nicht viel los und die Stadt hat einen ganz besonderen Reiz. Da wir nur zum Kaffeetrinken dort waren, war das Gedränge durch die Gassen und auf den Plätzen nur halb so schlimm. Und nachdem unser Sohn ein paar Runden mit dem Roller über die Piazza dell’Unità gedreht hat, sind wir wieder zurückgefahren. Solltet ihr länger in Triest bleiben, kann ich euch einen Besuch in Miramare empfehlen, dem weißen Schloss am Meer. Ansonsten einfach treiben lassen und die Stimmung genießen.

Duna Verde: Langer Sandstrand und ein Treffen mit Piraten

Von Triest sind wir mit dem Schiff wieder zurück nach Grado und von dort aus mit dem Auto weiter nach Duna Verde gefahren. Nach eineinhalb Stunden ist man auch schon am Ziel. Die letzten drei Tage unseres Urlaubs bestanden aus baden, Sandburgen bauen, Drachen steigen lassen und noch mehr baden. Auch mal schön, das süße Nichtstun. Der Strand von Duna Verde ist weitläufig. Zwar nicht so breit wie in Cavallino, dafür ebenso sauber und wenn man bereit ist, einen etwas längeren Fußmarsch den Strand entlang in Kauf zu nehmen, entdeckt man beinah menschenleere Abschnitte.

Große Aufregung gab es, als unser Sohn ein „echtes Piratenschiff“, wie er es nannte, am Horizont entdeckte, das sich dem Strand näherte. Wie sich herausstellte, war dieses „echte Piratenschiff“ ein Partyboot für Kinder, das alle paar Tage seine Runden dreht. Die Piraten an Board sind verkleidete Crew-Mitglieder, die ihre Sache echt gut machen und den Kindern eine unvergessliche Zeit bereiten. Die Fahrt startet am Strand von San Francesco in Duna Verde. Die Piraten kommen mit einem motorbetriebenen Schlauchboot, mit dem sie Kinder und Eltern an Board holen. Während der Fahrt mit dem Piratenschiff veranstalten sie unter anderem Säbelkämpfe. Gut, die Säbel sind aus Schaumstoff, aber in der Fantasie der Kinder sind es natürlich echte Säbel. Die Kinder werden geschminkt, es gibt Partyspiele – was soll ich sagen: Mein Sohn hat es geliebt.

Nach dem Check-out am letzten Urlaubstag sind wir bis zum Abend am Strand geblieben. Hier lohnt sich es sich wieder, eine kurze Heimfahrt zu haben. Vor dem Losfahren sind wir noch einmal zum Abendessen in unser Lieblingslokal gegangen: Das Il Carro. Das Restaurant ist keine typische Touristengaststätte mit Plastikstühlen, Pizza und Spaghetti, sondern echt nett. Es liegt direkt an der Straße, die zum großen Campingplatz San Francesco führt. Auf der Karte stehen unter anderem tolle Fischgerichte und die Nachspeisen sind spitze!! Das Lokal kann ich jedem wärmstens empfehlen, genauso wie einen Urlaub in Friaul-Julisch Venetien.


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