Mein erster Ballermann Urlaub: Und es war richtig toll!

Mein erster Ballermann Urlaub: Und es war richtig toll!

Und wieder mal hatten wir einen runden Geburtstag zu feiern, wie schon die Jahre zuvor in Rovinj und Palermo. Auch dieses Jahr haben wir uns wieder für eine Schönwetter-Destination entschieden, die sich zum Feiern eignet. Hallo, da ist Malle und ein Ballermann Urlaub wohl goldrichtig. Wir wollten Strand und Party – und das haben wir in Mallorca rund um den Ballermann auch gefunden.

Aber eines möchte ich gleich vorweg nehmen, ein Ballermann Urlaub ist viel besser, als sein Ruf!

Klar kann man Party rund um die Uhr machen, muss man aber nicht.

Warum heißt der Ballermann eigentlich Ballermann?

Das fragt sich wohl jeder, der zum ersten Mal Ballermann Urlaub macht. Es handelt sich dabei um die Platja de Palma – was übersetzt ganz unsexy „Strand von Palma“ heißt. Der Strand ist circa 5 km lang und in so genannte Balnearios (= Ballermann) unterteilt. Davon gibt es insgesamt 15 Stück. Den Namen Ballermann hat der Strand von unseren deutschen Nachbarn erhalten. Das Wort leitet sich von „Ballern“ also dem Trinken von großen Alkoholmengen ab. Ist doch einleuchtend, oder?

Besonders der Ballermann 6 hat seinen Ruf über die Presse weg bekommen, weil dort vor allem viel deutsches Bier und Sangria in Plastikkübeln mit den überlangen Strohhalmen getrunken wird (wurde). Seit einiger Zeit versucht Mallorca nämlich das „Eimersaufen“ Verbot durchzusetzen, die Kübel werden aber dennoch in jedem Shop verkauft.

Wo ist der Ballermann 6?

Der Ballermann 6 ist eines der vielen Strandlokale/Strandabschnitte (Balnearios) an der Platja de Palma, sie alle tragen eine Nummer und gehen von Ballermann 0 bis Ballermann 15. Der Ballermann 6 liegt im Stadtteil Ses Cadenes in El Arenal. Dort befinden sich auch die bekannten Partylokale wie „Oberbayern“, „Bierkönig“ und viele mehr. Die Nummerierung der Balnearios dient den Gästen auch ganz gut zur Orientierung, was auch für die Taxifahrt ganz praktisch ist.

Der Bierkönig und wir mitten drin!

Welchen Eindruck hatte ich vom Bierkönig? Also: Wir kamen mit dem Taxi zur Schinkenstraße, und erstmal sooo viele Leute. Wow! Mein erster Eindruck: „Das ist ja wie in Patong – der Partymeile auf Phuket in Thailand„. Eine Bar nach der anderen, und das Partyvolk feiert ausgelassen auf der Straße.

Alles macht „Bling“, und je weiter man sich dem Bierkönig nähert, desto mehr Ballermann Urlauber sieht man, die sich um ihre Masskrüge mit den langen Strohalmen scharen und einfach nur gute Laune haben. Natürlich ist der Alkohol ein Spaßbeschleuniger, da brauchen wir gar nicht reden. Mag für manche abschreckend sein, aber wer sich in die Schinkenstraße verirrt, weiß wohl was ihn hier erwartet.

Ein Ballermann Urlaub ist wie Aprés Ski im Süden

Und dann ging die Tür zum Bierkönig auf: „Hulapalu“ von Andreas Gabalier dröhnte mir entgegen und da ist mir gleich a bisserl das Herz aufgegangen „Des ist ja wie Aprés Ski, nur im Süden!“ Von da an fühlte ich mich einfach sauwohl und wir waren sofort Teil der Bierkönig-Familie. Wenn du also nicht ganz verkrampft bist, Bierzeltstimmung liebst und eine Portion Spaß während deines Ballermann Urlaub erleben möchtest, dann bitte, bitte geh in den Bierkönig!

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Natürlich sind alle gut drauf, und natürlich sind die meisten Leute betrunken, aber hey? Das ist wohl in jeder Disco so! Die Leute im Bierkönig machen echt einen guten Job. Das sind Profi-Gastronomen. Denn wo sonst feiern tausende Leute friedlich miteinander? Eben. Aber eine Frage stellt sich mir noch:

Das Rätsel meines Ballermann Urlaubs: „Who the fuck is Helmut?“

Wer ist Helmut?

Ich musste diesen jungen Mann unbedingt um ein Foto bitten, weil ich einen Onkel Helmut habe und das einfach nur lustig fand?! Aber dann stieß ich bei der Online-Recherche für diesen Artikel immer wieder auf diesen ominösen Helmut.

Wer ist also dieser Mann, dem man in Malle ein T-Shirt widmet?

Und ja, jetzt hab ich’s gefunden sogar ein Lied, seht selbst! Hier wird das Mysterium gelöst.

Auflösung: Wer oder was ist ein Helmut?

Ein „Helmut“ ist also ein Sonnenbrillenverkäufer am Ballermann in Mallorca. Meist handelt es sich dabei um Verkäufer aus dem Senegal, die den Begriff „Helmut“ selbst geprägt haben. Die Verkäufer sprechen die männlichen, meist deutsch sprechenden Urlauber überall mit dem Namen „Helmut“ an. Tja, so einfach ist das. Aber so lustig bunt die Plastiksonnenbrillen auch sein mögen, ich mag keine Fake-Labels und setzte da doch mehr auf Sonnenbrillen von guter Qualität wie diese hier, vor allem weil ich meistens optische Sonnenbrillen in meiner Sehstärke trage, wie aktuell meine Ray Ban, die ich liebe!

Aber kann man sich am Ballermann überhaupt erholen?

Ja das kann man. Wenn du dir nach all dem Partymachen eine Pause gönnen möchtest, dann ist sowieso Strandtag angesagt. Aber bitte nicht rund um den Ballermann 6, da geht’s tagsüber gleich weiter wie nachts in der Schinkenstraße.

Wir waren am Ballermann 2, der mit seinem blau-weißen Design erst mal einem modernen bayerischen Biergarten mit Meerblick ähnelte 😉 aber es ist eine richtig stylische Beachbar. Und überhaupt ist der Strand in Palma super, und nicht so breit wie etwa der in Caorle. Eine angenehme Abkühlung im Meer ist also immer nur ein paar Schritte entfernt. Toll ist auch, dass an den Ballermann-Beach-Bars immer saubere Toiletten zur Verfügung stehen.

Lecker Essen und keine „Kübel“ am Ballermann 2

Aber in Palma de Mallorca gilt, geh nicht zu spät an den Strand, denn wir fanden nicht gleich einen Platz für 8 Personen. Du zahlst übrigens 16 EUR für 2 Liegen und 1 Sonnenschirm (Stand 2017). Und noch ein Tipp: Passt auf euer Geld auf! Am vollen Strand wurde einer Freundin das Geldtascherl gestohlen, obwohl immer jemand von uns bei den Liegen war. Also am besten nur ein paar Scheine mitnehmen, sodass nichts Wichtiges fehlt.

Ansonsten gilt: Einmal im Leben muss man wohl einen Ballermann Urlaub erleben, aber wenn ich ehrlich bin, war es glaube ich nicht das letzte Mal 😉

Das war der erste Teil meines Mallorca Reiseberichts, der nächste widmet sich dann der anderen Seite von Palma de Mallorca. Sightseeing, Tappas und Shopping – was eben auch zu einem Mädelsurlaub dazu gehört!

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