Gemma Vulkan schaun? Stromboli & die Liparischen Inseln

Gemma Vulkan schaun? Stromboli & die Liparischen Inseln

Na wieder mal Urlaub in Italien angesagt? Und wenn du gar in Sizilien oder Kalabrien auf Urlaub bist und auf Vulkane stehst, dann solltest du dir den Besuch des Stromboli auf den nahe gelegenen Liparischen Inseln nicht entgehen lassen.

Die Liparischen Inseln befinden sich 30 – 80 km nördlich von Sizilien. Die 7 bewohnten Inseln werden auch äolische Inseln genannt. Seit dem Jahr 2000 sind sie Teil des UNESCO Weltnaturerbes und eine eigene Reise wert. Die größte Insel mit 37,5 km² ist Lipari. Hier die Inseln nach der Größe sortiert:

  • Lipari (37,5 km²)
  • Salina (26,8 km²)
  • Vulcano (21,2 km²)
  • Stromboli (12,6 km²)
  • Filicudi (9,5 km²)
  • Alicudi (5,2 km²)
  • Panarea (3,4 km²)

Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs, die bekannteste Insel ist wohl Stromboli mit dem gleichnamigen Vulkan. Ebenso beliebt bei den Reichen und Schönen ist die Insel Panarea, wegen ihrer schönen Strände.

Stromboli

Ein besonderer Leckerbissen eines Sizilientrips ist auf jeden Fall ein Besuch der Insel Stromboli. Stromboli gehört zu den liparischen Inseln, auf der Insel befindet sich der gleichnamige Vulkan. Bzw. die Insel ist der Vulkan. An seinem Nordosthang befinden sich einige kleinere Dörfer, die heute zusammengewachsen sind und als der Ort Stromboli firmieren, sowie Ginostra im Südwesten der Insel.

Wesentliches Highlight der Insel ist selbstredend der Vulkan, den man unbedingt besteigen sollte. Daneben gibt es auch noch die Möglichkeit zu baden, auch das ist etwas Besonderes, denn der Strand besteht aus schwarzem Vulkankiesel. Auch der Ort Stromboli selbst mit seinen weiß gestrichenen Häusern ist von romantischer Lieblichkeit, die zum Bleiben einlädt.

Stromboli Sizilien

Stromboli Tour: Einmal einen Vulkan besteigen!

Die Touren auf den Vulkan starten üblicherweise am späten Nachmittag gegen 17:00, allerspätestens um 18:00. Wer bis dahin nicht gebucht hat, hat Pech gehabt. Der Aufstieg erfolgt zu dieser Uhrzeit, da der Vulkan ständig aktiv ist und die Eruptionen am besten in der Nachtzeit zu sehen sind. Ebenso ist der Ausblick auf einen sternenklaren Himmel von spektakulärer Schönheit. Allein das ist den Aufstieg wert.

Aufgestiegen wird üblicherweise von Stromboli aus, nur selten von Ginostra. Die Touren starten bei der Kirche, der einzige wirkliche Platz in Stromboli. Rund um die Kirche finden sich die Tourbüros, die auch den Tourguide stellen. Sämtliche Touren kosten Stand 2015 28 Euro, gleich bei wem man bucht. Dafür bekommt man einen Helm und Stirnlampe, festes Schuhwerk sollte man mitbringen.

Eine Stromboli Tour ohne Tourguide ist verboten

Ein Aufstieg ohne Tourguide wäre prinzipiell denkbar, ist jedoch streng verboten, bzw. nur bis zur auf ca. 400 m Seehöhe erlaubt. Auch ist es nicht sehr ratsam, da man sich in der Nacht ohne Guide dort leicht verirren kann, bzw. werden empfindliche Strafen von 500 Euro fällig, sollte man erwischt werden.

Stromboli Sizilien

Der Aufstieg auf den Stromboli

Der schweißtreibende, ca. 3-stündige Aufstieg beginnt direkt bei der Kirche über einen Weg und führt zunächst durch die Macchia bis zur Vegetationsgrenze auf ca. 600 m Seehöhe. Ab dieser Höhe ist keine Vegetation mehr zu finden, der Kegel ist mit Asche und Sand bedeckt, der ständige Auswurf verhindert eine Vegetation. Auf Pfaden geht es nie besonders schwierig in Serpentinen weiter bis zu einer Rast kurz vor dem Gipfel von wo aus die Eruptionen des westlichen Kraters zu sehen sind. Danach ist es nur mehr ein kurzer Marsch zum Gipfel von dem man auf die große Caldera hinunterblickt mit seinen zwei Hauptvulkanen, die ständig mehr oder minder große Eruptionen in die Höhe schießen.

Der Abstieg: Zurück ins Tal

Der Abstieg erfolgt auf einem anderen Weg, der sich nicht zum Aufstieg eignet, da es relativ steil durch Asche und Geröll hindurch geht, der sich unweigerlich in den Schuhen sammelt. Am Ende des steilen Abstiegs durch die Geröllhalde wird erst einmal kollektiv der Sand aus den Schuhen geleert. In etwa zu Beginn der Vegetation geht es wieder auf gleichem Weg zurück nach Stromboli bei Nacht.

So kommst du von Sizilien auf die Insel Stromboli

Zu erreichen ist Stromboli via Fähre mit den Ustica Lines oder Sirremar, welche von Palermo oder Neapel, Messina, Milazzo oder einer der anderen liparischen Inseln startet. Üblicherweise startet man jedoch von Messina oder Milazzo als die nächstgelegenen Häfen. Mit ziemlichem Tempo geht es mittels Tragflügelboot zur Insel. Von Messina aus kostet die Überfahrt mit Ustica Lines 22 Euro (2015) und dauert ca. 2 Stunden.

TIPP: Ginostra kann nur per Wassertaxi von Stromboli aus erreicht werden oder eben durch eine mehrstündige Wanderung über den Vulkan! Das sollte man bedenken beim Buchen von Zimmern, bzw. Fähren. Weitere Sehenswürdigkeiten auf Sizilien findest du hier!

Na, Lust bekommen auf die Vulkaninsel Stromboli?

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