Las Fallas in Valencia – die Spanier und ihre Feste

Las Fallas in Valencia – die Spanier und ihre Feste

Wie Spanien seine Feste im Winter feiert.

Wenn man an Spanien denkt, fallen einem sofort Tapas, Strand, Meer und Flamenco ein. Dabei hat Spanien noch so viel mehr zu bieten. Denn wenn es ums Feste feiern geht, sind die Spanier ganz vorn mit dabei. Fast jede spanische Stadt feiert jährlich eigene Festivals, die von alten Traditionen und Kulturen der Region beeinflusst sind. Die katalanische Stadt Valencia lockt jeden März tausende Besucher an, die die Las Fallas live miterleben wollen.

Von Strohpuppen zu meterhoher Pappmaché-Kunst

Jedes Jahr vom 15. bis 19. März befindet sich Valencia im Ausnahmezustand, denn jeden Frühling finden hier die Las Fallas statt. Seinen Ursprung hat das Frühlingsfest im 18. Jahrhundert, als die Schreiner und Handwerker am Tag ihres Schutzpatrons, dem Heiligen Josef, ihre Werkstätten für den Frühling entrümpelten und alles, was sie nicht mehr brauchten, vor der Haustür verbrannten. Daraus wurden später Strohpuppen, die auf Podeste gestellt und vor dem Publikum verbrannt wurden. Mittlerweile bestehen die Puppen, die als Fallas bezeichnet werden und als Namensgeber des Festes dienen, aus Pappmaché und Holz, die schon Monate im Voraus von Künstlern angefertigt werden.

Am 15. März, dem Eröffnungstag der Las Fallas, werden die großen Figuren, die bis zu 20 Meter hoch sein können, auf öffentlichen Plätzen aufgestellt. Dabei stellen sie oft auf sarkastische Art und Weise aktuelle politische und gesellschaftliche Themen und Menschen dar. Die schönste Figur wird prämiert, vom Feuer verschont und im Fallas-Museum ausgestellt, bevor alle anderen Figuren in der Nacht vom 19. zum 20. März verbrannt werden. In der ganzen Stadt sind mehr als 700 kleine und große Fallas aufgestellt, die die Stadt in dieser Nacht in Flammen aufgehen lässt.

Ofrenda de Flores – Die Blumengabe

Ein weiterer Programmpunkt während der Las Fallas ist der zweitägige Opfergang, die Ofrenda de Flores am 17. und 18. März, der zu Ehren der Heiligen Jungfrau der Schutzlosen stattfindet. An diesem Umzug nehmen über 100.000 Einwohner der Stadt teil, bei dem sie traditionelle Anzüge und prachtvolle Kleider aus Seide und Brokat tragen. Die Teilnehmer des Opfergangs bringen Blumen mit, um daraus der 14 Meter hohen Heiligen Jungfrau-Statue aus Holz ein Blumenkleid aus fast 50 Tonnen Blumen zu stecken.

Die Mascletà – ein lautes Spektakel

In der Festwoche werden außerdem täglich Böller und Raketen gezündet. Anders als bei uns an Silvester werden in Valencia tagsüber Böller (Mascletà) und bei Nacht Raketen und bunte Lichter (Castillos) gezündet. Täglich versammeln sich zahlreiche Zuschauer auf dem Rathausplatz, um die Mascletà zu bewundern. In der Mitte des Platzes wird eine lange Schnur entzündet, die mit unzähligen Knallkörper befestigt sind und dann zehn Minuten lang im Sekundentakt explodierend den Platz beschallen. Aus Sicherheitsgründen wird die Schnur in einem großen Käfig aufgehängt.

Rechtzeitig buchen

Da die Las Fallas zu den beliebtesten Volksfesten in Valencia gehören, sollte man sich rechtzeitig um Flug und vor allem eine Unterkunft kümmern. Die Hotelbesitzer rechnen bereits mit einem großen Ansturm und heben dementsprechend ihre Preise für diesen Zeitraum an. Allerdings stellen Reiseblogs wie urlaubsguru.at oft Deals zur Verfügung, mit denen man auch bei beliebten Reisezielen noch Schnäppchen schlagen kann. Leider kann es aufgrund der Popularität des Festivals passieren, dass bereits alle Zimmer in der Stadt ausgebucht sind. Hier besteht die Möglichkeit auf private Unterkünfte auszuweichen. Die Valencianer sind ein offenes Volk und bieten zum Beispiel über Couchsurfing gern ihre freien Zimmer für Touristen an.


Bildrechte: Flickr Las Fallas 2012 FeistyTortilla CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Bist du schon mal beim „Las Fallas“ Festival in Valencia dabei gewesen?

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