Hafengeburtstag Hamburg

Hafengeburtstag Hamburg

Zum Hafengeburtstag nach Hamburg. Aber wenn das Wetter nicht will – dann will ich auch nicht so richtig!

Wenn es um Städtereisen geht, steht Hamburg bei vielen Urlaubern ganz oben auf der Liste. So auch bei uns. Anlass für den Städtetrip nach Norddeutschland war der jährlich stattfindende Hafengeburtstag in Hamburg.

Hafengeburtstag

Beim Hamburger Hafengeburtstag ist so richtig Remmi-Demmi angesagt. Vom Schlepper-Ballett, über großes Feuerwerk bis hin zur Auslaufparade der hunderten Schiffe sollte man als Binneneuropäer dem großen Spektakel wohl beiwohnen – wenn man schon mal in Hamburg ist – so meinen es zumindest die Reiseführer.

Aber das charmante nasskalte Hamburger Wetter hat mich nicht so richtig aus der Reserve locken können. Ja, ja ich weiß schon, es gibt kein schlechtes Wetter nur schlechte Kleidung – aber genau das war das Problem. Angefangen bei den Chucks, die ja sonst immer gehen, bis hin zu meinem nicht wasserfesten Parka konnte ich kleidungstechnisch dem Hamburger Wetter wenig entgegenhalten. Mir war NUR kalt und ich war nicht bereit jetzt noch in einen Wintermantel zu investieren. Shoppen JA gerne, aber da schon lieber schöne luftige Sommerkleider für die nächste Reise nach Marokko im Juni.

Hamburg Kurzreise

Sternschanze: Stylisches Altbauviertel und chilliger Szene-Treff.

Eine Landpomeranze wie ich ist ja schnell mal beeindruckt vom vielfältigen Großstadtangebot. Aber Hamburg ist Lokaltechnisch echt sehr international aufgestellt. Vor allem die tollen Bars und Pubs rund um die Sternschanze haben es mir angetan. Das Schanzenviertel ist ein Szenetreff von Hamburg, mit gemütlichen Kneipen, vielen Plattenläden, Boutiquen und charmanten Cafés – im Gegensatz zu St.Pauli ist es hier nicht so überfüllt – dort kann man richtig gemütlich weggehen.

STernschanze Hamburg

Im stylischen Altbauviertel gönnt man sich mal einen heißen Irish Coffee im „Diwan“ – natürlich nur des kalten Wetters wegen, nicht etwa weil er gute Laune macht, holt sich in einem der unzähligen Bottle-Shops ein trendiges Craft-Beer und trottet mit der Masse mit in Richtung St.Pauli.

Auf dem Weg dorthin sind wir noch bei einem Portugiesen hängen geblieben. Dort wollten wir eigentlich nur das stille Örtchen aufsuchen, und entdeckten dabei ein sehr einladendes Separée. Im Keller des Restaurants spielte eine Indische Band auf. Angelockt von den exotischen Klängen kämpften wir uns sanft einen Weg durch das Publikum und staunten nicht schlecht, als dort so richtig der Rauch aufging. Mit dem haben wir nicht gerechnet – natürlich waren wir uns gleich einig, in dieser Raucherlounge einen längeren Stopp einzulegen.

Reeperbahn und St.Pauli – ein MUST SEE wenn du in Hamburg bist.

Gegen Mitternacht sind wir dann zur Reeperbahn aufgebrochen und ja, was soll ich sagen? Es war toll! Das „Rotlichtviertel“ rund um die Reeperbahn hat das Image von Hamburg nachhaltig geprägt. Neben einschlägigen Showbars, mit wirklich wunderlichen Namen wie „Die geile Wurst“ oder „Zur Grotte“ und unzähligen Sexshops findest du hier auch ein Irish Pub nach dem anderen. So schlugen wir uns bis zur berühmt berüchtigten Herbertstraße durch und machten dann im letzten Pub vor der „Sündenstraße“ einen ausgiebigen Einkehrschwung. Bei LIVE Music, kühlem Jever und einer lustigen Onkel-Willi-Doppelgänger Begegnung, gesellte sich noch ein nettes Pärchen aus Graz und einige Fußballfans aus Freiburg zu unserer Runde und so feierten wir bis in die frühen Morgenstunden. Das war ein Spaß!

Hamburg St.Pauli Reeperbahn

Und wer in Hamburg die Samstagnacht zum Tag macht, wird sich mit dem Partyvolk gegen 5 Uhr Morgens auf zum Fischmarkt machen. Einer Einkehr beim „Eier Karl“ ist eher abzuraten, wenn man noch U70 ist, das hat mich eher an einen schunkelnden Seniorenclub-Ausflug mit Schlagerbeschallung erinnert. Aber ein leckeres Fischbrötchen gegen den Kohldampf geht immer. Wer noch oder schon wieder fit genug ist, kann in den Fischhallen gleich flüssig in den Sonntags-Frühschoppen übergehen.

Nachdem wir das Nachtleben gründlich getestet haben gibt’s jetzt noch ein paar kunterbunte Empfehlungen von meiner Seite:

Fleetfahrt durch die Speicherstadt und in den Hafen.

Hab ich schon erwähnt, dass das Wetter richtig bescheiden war? Deshalb haben wir uns um doch noch etwas mehr von der Stadt zu sehen für eine Fleetfahrt entschieden. An dieser Stelle „Herzlichen Dank an meine Kollegin Kirstin!“ Im warmen Boot war diese Stadtrundfahrt sehr angenehm, wenn auch die langatmige Moderation des Co-Kapitäns etwas – naja ermüdend war.

Abfahrt: Vom Jungfernstieg (Binnenalster) fährt man über zwei Schleusen direkt durch die Hamburger Innenstadt in die Speicherstadt. Von dort geht’s hinaus in den Hafen, wo man während des Hamburger Hafengeburtstags neben vielen Segelbooten und Containerschiffen auch große Kreuzfahrtschiffe zu Gesicht bekommt – nach einem kleinen Abstecher in die Hafencity ging’s dann auch wieder retour zum Ausgangspunkt. Die Fleetfahrt dauert circa 2 Stunden, kostet pro Person 21 EUR und an Bord gibt es ein auch WC (wichtig!).

Hamburg Fleetfahrt Binnenalster Hafen

Gruppenticket für die Öffis

Für Touristen gibt es eine Gruppenkarte, die du direkt beim U-Bahn Schalter lösen kannst. Wir haben zu viert für den Zentralbereich für 3 Tage 41,90 EUR bezahlt, damit kannst du alle Busse und U-Bahnen nutzen und kommst günstig durch die ganze Stadt.

Lokaltipp für Asia Fans in Winterhude: Kirat Asia Food

Wer auf asiatisches Essen steht, ist beim Kirat Asia Food bestens aufgehoben. Ab ca. 6 EUR bekommst du hier die leckersten Thaigerichte und Sushi vom Feinsten. Im legeren Ambiente lässt du dich entweder im Außenbereich nieder, oder nimmst dein Asia-Food mit nach Hause. TIPP: Ab 21.00 Uhr gibt’s Sushi zum halben Preis – das lohnt sich!

Kirat Asiafood Winterhude Hamburg

Rede mit den Hamburgern

Die Hamburger sind ein echt freundliches Volk. Ob du nun eine kleine Auskunft bezüglich des Weges brauchst, oder einfach nur quatschen willst. Ein offenes Wort und ein paar lustige Sätze sind schnell gewechselt – wenn wir auch nicht jeden wohl gemeinten Rat beherzigen konnten.

Merke für die nächste Hamburgreise.

Regenschirm, Windjacke, Mütze und wirklich warme Schuhe sind absolute Must-Haves für Hamburg – nicht nur wenn man so verwärmt ist wie ich. Wir hatten über Airbn.com ein Appartement in Winterhude gebucht. Dieser Ortsteil liegt für mein Gefühl relativ zentral oder ist zumindest mit Bus und U-Bahn sehr gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Wenn man sich die Hotelpreise in Hamburg so ansieht – war das eine perfekte Wahl.

Ich möchte mich noch herzlich bei meiner Reisebegleitung Susi bedanken, die sich um alles gekümmert hat. War für mich mal richtig angenehm, ich konnte mich zurücklehnen und einfach nur mitlaufen – auch mal schön, wenn man sonst immer am „rumgschaftln“ ist 😉 DANKE!

Hamburg Panorama

 

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