Malta: Siziliens Nachbarin & Englands Cousine

Malta: Siziliens Nachbarin & Englands Cousine

Die Mittelmeerinsel Malta hat Charakter

Die Nachbarinsel von Sizilien versteht es, das beste aus allen Einflüssen, die ihr der historische Stempel aufgedrückt hat, zu machen. Offiziell wird im kleinste Mitgliedsland der EU englisch gesprochen (Malta war bis 1964 britische Kolonie). Etwas eigentümlich klingen so manche maltesischen Laute schon, denn der nordafrikanische Einfluss macht sich im regionalen Dialekt bemerkbar und man muss schon genau hinhören, ob da nun englisch, italienisch oder eben maltesisch gesprochen wird?

Aber der Inselstaat kann sich glücklich schätzen, dass er die Küchengeheimnisse der italienischen Nachbarin Sizilien sein Eigen nennen darf. Beste Küche mit Pasta, Verdure & Pesce erwartet die Urlauber auf Malta.

Das milde Klima macht Malta als Destination das ganze Jahr über beliebt. Besonders Sprachreisende kommen scharenweise ans Mittelmeer um dort z.B. ihr Englisch aufzufrischen. Deshalb gibt es wohl auch sehr viele Pubs an den Küstenorten wie z.B. St. Pauls oder St. Juliens.

Malta in 5 Tagen. Wir haben uns spontan zu einem Kurzurlaub über Ostern hinreissen lassen. Wegen unserer Sehnsucht nach Sonne, fiel die Wahl auf Malta. Über Malta Direkt haben wir Flug & Hotel ab München gebucht und für relativ wenig Geld ging’s dann ab auf die Mittelmeerinsel. Das Hotel San Antonio liegt recht zentral in der St. Pauls Bay und ist mit einem großen Pool ausgestattet (wird gerade renoviert und sieht sehr vielversprechend aus). Ich hatte relativ wenig Vorstellung, was uns in Malta erwarten wird, aber jetzt kann ich sagen: 

Malta hat einiges zu bieten:

  • La Valetta: Shopping, Kultur & Italo-Flair
  • einige UNESCO Weltkulturerbe Stätten
  • Sandstrände, wenn auch nur einige wenige

Da wir nur einige Nächte auf Malta verbracht haben und es zum Baden im Meer doch noch zu kalt war, haben wir uns einige Highlights der Insel rausgepickt. Gozo, ĦAĠAR QIM und für echte Comic-Fans – das schon etwas mitgenommene „Popeye Village“. Unterwegs waren wir durchwegs mit den öffentlichen Bussen, die eine echte Augenweide sind. Mit den knall-orangen Gefährten kann man sich kreuz und quer über die Insel bewegen und das zu Preisen um die 70 Cent pro Fahrt. Das nenn ich mal günstig! Alternativ könnt ihr auch laufen – denn die Entfernungen auf Malta sind sehr gering. Wir haben sogar „per pedes“ eine Inselüberquerung machen (wohl bemerkt war es eine eher schmale Stelle :-))

  • Hinweis: In der Nacht fahren die Busse nicht durch und Taxis haben wir auch fast keine gesichtet.
  • Tipp für Partytiger: Wählt euer Hotel am besten nach dem Nightlife Angebot – dann seit ihr unabhängig – mein TIPP St. Juliens.

Einen ganzen Tag verbrachten wir in der Hauptstadt La Valetta. Und ich kann mich heute noch in den A**** beissen, dass wir das am Ostermontag, dem Feiertag gemacht haben. Denn: In La Valetta kannst du richtig toll shoppen, denn hier gibt es viele britische Shops. ABER: Mit plattgedrückter Nase an verschlossenen Schaufenstern zu stehen – spart man enorm viel Geld.

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Ostersonntag in Marsaxlokk

Zu Ostern geht in Malta die Post ab. Kreuzwege werden inszeniert, Hauseingänge mit sakralen Figuren und Blumen aufgeputzt – und überhaupt – die katholische Kirche ist auf Malta allgegenwärtig. Viele prächtige Kirchen laden ein besucht zu werden und auch „Jesus himself“ rührt zeitgemäß die Werbetrommel. Den Ostersonntag haben wir in der bunten Stadt Marsaxlokk (ich glaub man spricht es „Marschaslox“ aus) verbracht.

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Anders als in Österreich, wo Ostern im kleinen Kreis der Familie gefeiert wird, scheinen die Malteser am Ostersonntag riesen Familienfeiern abzuhalten. Kaum ein Lokal, das nicht zum Bersten voll war. Fein rausgeputzt, und mit Kind und Kegel im Schlepptau schlugen sich junge und alte Malteser die Bäuche voll. Wir konnten uns glücklich schätzen, dass wir so gegen 15.00 Uhr dann doch noch ein 2er Tischerl erhaschen konnten. Und eins steht fest: Das Warten hat sich absolut gelohnt. Im Restaurant Tartarun habe ich den besten Schwertfisch meines Lebens gegessen. Ein Blick in die Karte lohnt sich … besonders für Fischfans.

Mein persönliches Highlight: Die Nachbarinsel Gozo

Mit der Auto-Fähre kann man praktisch auf Gozo übersetzen. Die kurze Überfahrt wird mit einer tollen Ansicht auf die Hafenbucht belohnt. Überhaupt habe ich Gozo etwas ruhiger, entspannter und langsamer erlebt wie Malta. Die beschaulichen Orte mit den vielen schönen Kirchen warten mit Märkten und tollen Lokalen auf – und überhaupt hat man fast das Gefühl in Italien zu sein. INFO: Das Azur-Window ist 2017 eingestürzt

Finster war’s der Mond schien helle …

Nach einem aufregendem Tag ging’s schnell unter die Brause und wieder ab auf die Piste. Doch unser auserwähltes Lokal erwartete uns mit „Dunkelheit“. Okay, ein Stromausfall kann schon mal passieren. Aber nicht nur dieses Haus war ohne Strom, es betraf wohl die ganze Straße.

Also machten wir uns auf um nach einer Alternative zu suchen. Eine kleine Ecktaverne lockte uns – und wir kehrten ein in der Hoffnung zumindest einen kleinen Snack zu bekommen. Fehlanzeige. Nach einem Umtrunk bei Kerzenlicht und einigen netten Gesprächen setzen wir unsere Suche fort. Schließlich erfuhren wir, dass nicht nur dieses eine Haus, und nicht nur diese eine Straße – ja auch nicht dieser eine Bezirk vom Stromausfall betroffen war – sondern – tata – ganz Malta. Ein ganzes (wenn auch sehr kleines) Land ohne Strom. Wir erfuhren dass dies ab und zu schon mal vorkommen kann und dass in ein paar Stunden bestimmt wieder alles geregelt sei.

Um noch mal auf unseren Kohldampf zurückzukommen:

Wir kamen schließlich bei unserem Italiener ums Eck vorbei, bei dem wir schon mal sehr gut gegessen hatten. Er sah uns, und hat uns prompt hereingebeten. Bei Kerzenschein und „kleiner Karte“ kamen wir in den Genuss eines ganz besonderen Dinners mit sehr romantischem Flair. Daumen hoch! Guat is gangan!

FAZIT MALTA

  1. kurze Anreise per Flug & günstige Angebote bei Malta Direkt
  2. Mix aus britischem & Mittelmeer-Flair
  3. tolle Fotomotive
  4. Kultur, Nightlife, Shopping, Sport – für jeden was dabei

Was ist dein persönliches Malta-Highlight?

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